Nullprozent Wildberry – Polly Alcohol-Free French Aperitif

Die moderne Gesellschaft ist zwiegespalten, in vielerlei Hinsicht. Auch beim Konsum von Genussmitteln zeigt sich das immer stärker. Tabak ist schon eine Weile ein Opfer dieses unaufhaltsamen Trends geworden, die schädlichen Aspekte von nicht unbedingt nötigen Dingen mehr zu berücksichtigen als die, wegen deren man überhaupt erst angefangen hat, sie zu sich zu nehmen; und das, obwohl es schon seit hundert Jahren oder mehr bekannt ist, was man sich mit Nikotin und Alkohol so antut. Bis vor ein paar Jahren war der Wunschasket allerdings in dem Dilemma, dass es keine Alternativen zum ungesunden Genuss gab, und so immer der Verzicht als einzige Lösung dieses Problems schien. Für Tabakfreunde ist es auch heute noch so, dass es nichts gibt, was das Erlebnis einer guten Zigarre oder sogar Zigarette (im Sinne des Genusses, nicht der Suchtbefriedigung) ersetzen könnte; beim Alkohol nähern wir uns dem dagegen schon langsam aber sicher an.

Bei Polly hat man inzwischen ein breites Portfolio an alkoholfreien Produkten entwickelt, das eben dieser Person, die auf schädlichen Alkohol verzichten will, dennoch aber dem Genuss nicht abgeneigt ist, einen Ausweg bieten soll. Der neueste Zugang ist hier der Polly Alcohol-Free French Aperitif, der, so vermute ich einfach mal frech, ein Ersatz für den weiterhin extrem beliebten Lillet Blanc darstellen soll. Ich dachte für diesen Fall einfach mal, dass ich für einen kleinen Abend unter Freunden, die gerne Lillet Wild Berry trinken, den French Aperitif mitbringe und ihn sozusagen in freier Wildbahn ausprobiere – es soll ja nicht nur der Gaumen des schon vorgeschulten Testers zu Wort kommen, sondern auch die tatsächliche Zielgruppe. Wie es ausging, erfahrt ihr am Ende des Artikels, erstmal will ich dann doch ein paar Notizen aus meinem Munde mitteilen.

Polly Alcohol-Free French Aperitif

Im Glas erkennt man, dass sich eine minimale Tönung zeigt, nichtmal strohig, eher crèmefarben. Die deutliche Viskosität, die sich beim Bewegen des Glases offenbart, weist für mich schonmal darauf hin, dass man hier nicht einfach nur aromatisiertes Wasser abgefüllt hat.

Die Nase gefällt mir auf eine verrückte Art und Weise sehr, auch wenn sie pur im Glas hart an der Grenze des Künstlichen liegt. Die Mischung aus Frucht, Gewürzen und Blumen erinnert schon sehr an Fruchtkaugummi. Dennoch ist da insbesondere diese an erdig-aromatische Parfüms erinnernde Gewürzkomponente, etwas Nelken, etwas Sternanis, etwas Muskat, dazu Zimt und Vanille, die mich wirklich sehr anspricht und alle Gedanken über Künstlichkeit wegwischt. Tatsächlich schnuppert sich der Polly French Aperitif für mich klar eher wie ein Parfüm als wie eine Spirituose – im positiven Sinne gesprochen. Sehr faszinierend!

Polly Alcohol-Free French Aperitif Glas

Wie bei allen Polly-Produkten ist der Purgenuss nicht Ziel der Übung, darüber macht einem der Hersteller nie Hoffnungen; ganz so weit sind wir mit alkoholfreien Spirituosenalternativen dann halt doch nicht. Dennoch probiere ich nun pur. Und, ich bin überrascht, das funktioniert beim French Aperitif im Gegensatz zum bereits probierten Mexican Classic auch so. Weiche und volle Textur, ausgeprägte Aromen von reifem Pfirsich und Kirschen, dazu Zwetschgen, schöne orangige Zestigkeit mit einer milden, aber effektiven Bittere, frische Blumigkeit von Rosen und Veilchen, und spät dann eben diese Gewürzaspekte, die ich bei der Nase schon angesprochen hatte – das geht richtig gut zusammen, eine tolle Kombination aus interessanten Aromen. Im Abgang klingt noch angenehm herbe Bittere nach, mit Eindrücken von Grapefruit und Zimt.

Na, was soll ich sagen, hier hat man einen echten Treffer gelandet. Das hat wirklich den Charakter eines milden, leichten Aperitifs, kräftige Aromen – und man hat dabei nie das Gefühl, als wäre da kein Alkohol drin, etwas, was mich wirklich überzeugt. Blind hätte ich das niemals als alkoholfreien Aperitif eingeordnet, low-abv sicher, aber komplett alkoholfrei? Irre, das ist wirklich gut gemacht.


Die „Milk Bar“ war einst in Saarbrücken eine Institution – nicht nur, weil ich dort zum ersten Mal einen El-Dorado-Rum getrunken hatte vor langer Zeit, und nicht nur, weil von dort ausgehend das am Sankt-Johanner-Markt jedes Jahr das Primeur-Fest mit Hektolitern des jungen Beaujolais auszuufern drohte, sondern einfach weil der Besitzer ein cooler Typ ist, der immer eine Drinkidee für einen hatte, entspannt war, wenn man das Essen in die Bar bestellte, und als einzigen Feind die Nachbarin im gleichen Haus hatte, die sich über den Lärm beschwerte; sogar im Fernsehen wurde das ausgetragen als Saarbrücken’s zeitweiser Claim to Fame, die Milk Bar bot alles. Auch diesen speziellen Drink: der La Perla wird meist mit anderen Rezepten angegeben, so wie unten steht wurde er dort serviert. Ein Low-ABV-Drink, mit dem French Aperitif als Ersatz für den Lillet Blanc noch ein bisschen leichter. Für die anderen Zutaten gibt es ja heutzutage auch Alternativen – wer es komplett alkoholfrei probiert, lasse mich bitte wissen, wie es lief!

La Perla "Milk Bar Style" Cocktail

La Perla „Milk Bar Style“
1oz / 30ml Martini Rosso
½oz / 15ml Lillet Blanc
¼oz / 7ml Lime Cordial
1 Spritzer Himbeerlikör
Auf Eis rühren. Aufgießen mit Crémant.

[Rezept nach der Milk Bar, Saarbrücken]


Die Flasche ist im bereits bekannten Polly-Format, das Etikettendesign orientiert sich auch hier am flächigen, holzschnittartigen Stil, der gefällt und nicht übertrieben wirkt. Ich habe ein Paket bekommen, in dem neben der French-Aperitif-Flasche noch zwei Kleinflaschen Schweppes Wild Berry, das als Filler für den empfohlenen Signature Drink dienen soll, und zwei Gläser enthalten waren, stilsicher hält man sich auch bei dem Karton an das Corporate Design. Da weiß jemand, was sie oder er tut.

Zurück zum Anfang – bei dem schönen Abend kam die Mischung aus Polly French Aperitif und Schweppes Wild Berry, mit ordentlich Eis und nur leicht umgerührt und etwas dekoriert, ausgesprochen gut an. Alle waren verblüfft, dass es sich um einen alkoholfreien Drink handelt, keiner vermisste irgendwas, und der Geschmack hat alle voll überzeugt, manche haben direkt ihr Smartphone gegriffen und nach einer Bezugsquelle gesucht. Ein größeres Kompliment kann man einem Produkt wohl kaum machen!

Offenlegung: Ich danke Polly für die kosten- und bedingungslose Zusendung des Probierpakets mit dem French Aperitif.

Bier am Freitag – BRŁO Berliner Weisse

Ich mag Sauerbier, seitdem ich meinen (zugegebenermaßen für Biernerds sehr späten) Erstkontakt damit hatte, und freue mich immer wieder, wenn ich ein gut gemachtes Bier dieses besonderen Stils im Glas finde. Den meisten ist er wahrscheinlich nur über die traditionelle Berliner Weisse bekannt, und das, obwohl der Stil am Aussterben ist. Ein paar einzelne Brauer versuchen weiterhin, sie am Leben zu erhalten – dazu gehören auch die Craftbrauer von BRŁO, die mit ihrer BRŁO Weisse das Projekt Biererhaltung unterstützen. „Unsere Berliner Weisse trinkt man kalt und pur“ sagen die Brauer, das ist schon ein anderes Selbstverständnis als das der Brauer, die eigentlich ihre Weisse nur als Basis für grüne und rote Mischgetränke sehen.

BRLO Berliner Weisse

Ein sehr lautes Bier beim Eingießen, da zischt und faucht es lange, selbst nachdem sich der zunächst feinblasige Schaum zügig und knisternd komplett abgebaut hat, die sehr kräftige Perlage sorgt weiterhin für ordentlich Geräuschkulisse. Deutliche Trübung sieht man, wenn man sich vom ohrenbetäubenden Lärm loslöst, farblich in blassem Bernstein gehalten. Der süßsaure Geruch ist sehr typisch für den Stil. Ich rieche hier Milchsäure, wie bei Naturjoghurt, aber das BRŁO hat auch eine deutlich fruchtige Seite, Zitrone und Himbeere, vielleicht Stachelbeeren. Bereits in der Nase ist es also als Sauerbier erkennbar, da freue ich mich als Liebhaber dieser Art von Biere schon auf den ersten Schluck.

Kräftig sauer ist es dann auch, sogar mit leichtem Kratzen im Nachgeschmack. Angenehm rezent durch die Säure und aber auch den starken Kohlensäuregehalt, dennoch wirkt es irgendwie weich und dicht im Mundgefühl. Saure Beeren sind der dominante Eindruck, Johannisbeeren, noch nicht durchgereifte Brombeeren, Stachelbeeren, ein Tick Limette dazu, und eine den angegebenen 5 IBU angemessene Bittere, unterstützt vom Cascade-Aromahopfen. Begleitet wird das von einer unterschwelligen fruchtzuckerlastigen Süße. Der für Weisse üblich reduzierte Alkoholgehalt, hier 4%, ist unschmeckbar, sorgt aber für gute Süffigkeit. Wenig Körper. Milde Bierwürze. Abgang trocken und leicht würzig, aber vom aromatischen Gesichtspunkt aus praktisch nicht existent. Die Säure bleibt als bestimmendes Element noch etwas im Rachen.

Es ist Samstag im Juli 2023, die Sonne brennt unerbittlich heute. Ich kann mir kein besseres Bier für diese Situation vorstellen als das BRLO Berliner Weisse. Ehrlich, das ist leicht genug und aromatisch trotzdem unterhaltsam, und erfrischt wunderbar. Toll gemacht.

Baum, Gras und Wurzel – Lechtaler Haussegen Zirben, Bergheu und Meisterwurz

Auch wenn in Deutschland die Brennkultur genauso traditionell verhaftet ist wie in Österreich, ist mir erst durch unseren südlichen Nachbarn so richtig klar geworden, wie gut traditionell gemachte Brände abseits von Rum, Whisky und Tequila sind. Regionale Zutaten, verarbeitet von handwerklich hervorragend ausgebildeten und engagierten Brennern, meist in kleinen, familiären Betrieben – sowas liebe ich inzwischen mit ganzem Herzen, es ist das völlige Kontrastprogramm zu den massenaustoßenden Großbetrieben, mit denen man als Spirituosenjournalist natürlich auch immer zu tun hat. Beim Lechtaler Haussegen in Elbigenalp, in der Mitte des Lechtals in Tirol, versucht man entsprechend, die Aromen der Natur, die die Brennerei direkt umgibt, in Flaschen abzufüllen. Heute stelle ich drei Produkte der Brennerei vor: Lechtaler Haussegen Zirben, Bergheu und Meisterwurz.

Spannend ist hier die Herstellung, da viele der Basismaterialien der drei Spirituosen nicht auch nur ansatzweise genug natürlichen Zuckeranteil haben, um daraus einen Brand herzustellen – hier kommt der hin und wieder völlig zu unrecht als minderwertiger angesehene Bruder des Brands, der Geist, ins Spiel. Die zuckerarmen Zutaten wie Heu und Zirbenholz werden mit Obst-Basisbränden vergeistet und geben dabei ihre wundervollen, dichten Aromen ab. Ein gut gemachter Geist ist für mich eine spannende Spirituose! Genug des Theoretisierens, wir gehen jetzt direkt mit diesen drei Spirituosen auf eine Wandertour durch die österreichische Bergwelt und lassen unseren Blick über alles, was da so wächst, schweifen: vom Baum zum Gras zur Wurzel.

Lechtaler Haussegen Meisterwurz, Bergheu und Zirben

Ich mag Zirbenholz sehr, immer, wenn ich irgendwo in Österreich unterwegs bin, begegnet einem dieses Holz, sei es in der Auskleidung der Hotelzimmer, in den überall vorhandenen Holzverarbeitungsanlagen oder in den Dekosouvenirs, die man von dort mitbringen kann. Der Zirbenholzgeist vom Lechtaler Haussegen ist darum ein höchst willkommener Gast in meiner Heimbar. Die Herstellungsweise ist anders als bei vielen verwandten Produkten, die Zirbenzapfen extrahieren – hier wird ein Geist aus dem geschnittenen Holz gemacht. Und schon beim Eingießen verbreitet sich entsprechend dieser herbstaubige Geruch des Zirbenholzes um das Glas herum, beim Schwenken der kristallklaren Flüssigkeit verstärkt sich das noch, ein halber Meter Abstand ist nötig, um den Geruch nicht mehr wahrzunehmen. Schnuppert man tiefer, ist das fast schon extrem: eine perfekte 1:1-Abbildung eines Stücks Holz, mit den Spänen und sogar dem Staub, der beim Sägen entsteht, mit viel ätherischem Öl, als würde man sich in einer Schreinerei befinden. Unglaublich und begeisternd, ich hatte mir ja vor ein paar Jahren ein Zirben-Duftspray fürs Kopfkissen gekauft, das riecht bei weitem nicht so intensiv nach Zirbenholz wie dieser Geist hier. Allein für den Duft liebe ich diese Spirituose bereits heiß und innig.

Lechtaler Haussegen Zirben

Und das verrückteste daran ist: hier kann man das ganze auch schmecken. Man stelle sich vor, man hat ein frisch geschnittenes Stück glatt gehobeltes Stück Zirbenholz vor sich, und schleckt dann mit der Zunge darüber. Das ist der Eindruck, den man von diesem Geist bekommt. Man kennt ja vielleicht diese Zirbenholzkugeln, die man auf Wasserkaraffen legen kann, die dann das Wasser ganz vorsichtig aromatisieren; wer eine hat, probiere mal aus, sie abzulecken, dann bekommt man eine Vorstellung davon, wie dieser Geist schmeckt. Es kommen noch im Nachklang vorsichtige Harznoten dazu, ein bisschen Fichtennadelaroma, das ergänzt sich wunderbar. All dem zugrunde liegt eine schwere, natürliche Fruchtsüße, und breite Textur, die den Gaumen ausfüllt, bis im Abgang ein dezentes Zirpen die Zungenspitze warmhält und den Mundraum lange belegt.

Einzigartig, fantastisch. Kreativität und handwerkliche Tradition spielen zusammen, um eine der für meinen Geschmack expressivsten Spirituosen zu erschaffen, die ich seit langer Zeit im Mund hatte: Ein alpiner Bergwald im Glas.


Vom Baum zur niedriger wachsenden Vegetation: Heugeiste sind gefühlt sehr beliebt in letzter Zeit, ich habe mindestens drei Varianten davon zuhause, aus Österreich, Südtirol und Deutschland. Das Original Lechtaler Bergheu zeigt sich glasklar im Verkostungsglas und schwenkt sich ordentlich viskos, dabei bleibt eine schöne, sich langsam ausfransende Ölkante an der Glaswand, und darunter dann ein Gefängnisgitter aus Beinchen.

Der Geruch erklärt einem eigentlich sofort, warum diese Heugeiste so beliebt sind, da fühlt man sich ohne Umschweife auf eine gemähte Wiese versetzt, nicht frisch gemäht, und ohne die Grasigkeit eines grünen Rasens, sondern eine Weide, schon leicht von der Sonne ausgetrocknet, mit Staub in der Luft, wenn man über sie geht, und den vielen kleinen Fliegen, die sich darauf tummeln. Man spürt das leichte Knirschen der trockenen, langen, braungelben Halme, riecht die vereinzelten Kornblumen, Kamille und schwarzen Tee. Dazu wirkt das Lechtaler Bergheu voll und dicht, mit durchaus auch einer gewissen, schweren, süßen Fruchtigkeit, wie in saftigen, roten Äpfeln, kandierten Pfirsichen oder sogar Mango. Urlaub in Österreich für die Nase! Bei der Dichte wird der Geist nicht stumpf, bleibt frisch und hell, ein bisschen Ethanol piekst zwar beim tiefen Schnuppern, dieses sorgt aber auch für die aufklärende Frische.

Lechtaler Haussegen Bergheu

Im Mund spürt man diese zwei Teile separat voneinander – es beginnt mit den milden Äpfeln und kandierten Pfirsichen, vermischt mit etwas Birne und Marille, eine volle Fruchtdosis, die durch die britzelnde Alkoholkante den Gaumen nicht belegt, sondern mit leichtem Kitzeln klärt. Die Textur ist weich, voll, dabei luftig und sauber. Erst im Abgang geht das dann ins namensgebende Heu über, dann aber so richtig, hier wirkt der Geist grasig, heuig, und weist eine sehr prickelnde Weißpfeffrigkeit auf, die ich nicht den 42% Alkoholgehalt zuschreibe, sondern einer wuchtigen Würze. Auch der Rachen wird beim Schlucken leicht gereizt, auf eine sehr angenehme Weise, ohne wirkliches Kratzen, während die Zunge in kaltem Feuer sehr lange glüht, und dabei leicht mentholische Effekte zeigt. Der Nachhall ist dann endgültig wieder die gerochene Bergweide im Spätsommer, mit all den Komponenten, die man daran liebt – und das bleibt dann eine richtig lange Weile bei uns, bis die Zunge gemächlich abkühlt.

Komplex, dicht und voller Eindrücke, gleichzeitig mit Kraft und Power versehen, da wird der Gaumen freigemacht und parallel mit Aromen bombardiert. Das ist wirklich gut gemacht, kein gemütlicher Absacker nach dem Essen, mehr vielleicht als ein Begleiter für einen Zwischengang nach dem Vorbild eines trou normand, oder zu einem grünen Salat mit Blüten und Kürbiskernöl.


Für den dritten Vertreter müssen wir nun sogar graben – der Lechtaler Haussegen Meisterwurz hat als prominente und namensgebende Zutat die Wurzeln der Pflanze, die sich in den österreichischen Bergregionen sehr wohl fühlt: Die Meisterwurz eben. Erneut sind wir bei einer ungereiften Spirituose ohne jede Färbung oder Einschlüsse, die sich an der Glaswand ölig und schlierig zeigt.

Ein verwandter Brand ist der Enzian, und hier erkennt man, schnuppert man am Meisterwurzbrand, tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit. Grün und erdig zugleich, mit einer erkennbaren Kiesigkeit, die an nassen Beton erinnert, aber nicht ganz so stark wie bei einem Enzian. Die Wurzeligkeit ist ausgeprägt, feuchte Erde, Liebstöckel und eine ganz dezente Heidekrautnote mit leichter Floralität, mehr von Lavendel als von Rosen, steigt schnell auf. Man findet auch etwas Obst darin, Quitte vielleicht, und eine milde Apfelkomponente. Der Alkohol gibt einen mentholischen Hauch dazu, und begleitet wird das von etwas Harz. Ein klarer, sehr strukturierter Duft, mit viel Komplexität.

Lechtaler Haussegen Meisterwurz

Initial spürt man aber erstmal eine kräftige, natürliche Süße, die im Verlauf vorhanden bleibt und erst ganz am Schluss in Trockenheit übergeht. Zusammen damit nimmt man zunächst die fruchtige Seite des Brands wahr, ohne dass eine spezielle Einzelfrucht erkennbar wird. Die Textur ist hier bereits sehr dicht und breit, legt sich am gesamten Gaumen ab und bringt ihn dabei zum Brummen, mehr wie von einer Hummel als von einer Wespe. Deutliche Noten von schwarzem Pfeffer bilden sich heraus, und dann kommt die Wurzel selbst, mit schöner Erdigkeit und einer frischen Eukalyptus-Seite, die mich an Latschenkiefer erinnert. Im Abgang betont sich die Meisterwurz nochmal, es entsteht fast feurige Wärme im Rachen, die von dort aus in den Magen und in den Mundraum ausstrahlt. Pfefferminzig frisch klingt der Brand dann sehr langsam aus, mit angenehmer Trockenheit, Würze und Frische, bevor ganz am Ende die Meisterwurz endgültig ankommt und lange verbleibt.

Ich mag Spirituosen, die mich überraschen, und beim Meisterwurz vom Lechtaler Haussegen schafft das mit seiner interessanten Kombination von Frucht und Wurzel. Das schöne daran ist eben, dass man so etwas sowohl als Digestif als auch einfach so für Zwischendurch trinken kann.


Für das nun wie immer folgende Cocktailrezept habe ich entschieden, den Zirbenholzgeist einzusetzen. Hier musste ich etwas kreativer werden als sonst, denn auch nach ausführlicher Recherche habe ich kein bereits fertiges Rezept gefunden, das diesem Brand gerecht werden würde. Der alte Holzmichl stellt ihn in den Vordergrund, füttert etwas Apfelfeuer dazu (Jersey Lightning von Laird’s ist perfekt dafür) und das Elixir d’Anvers bringt den Touch von süßer Herbalität als Ausgleich. Und optisch sieht er dann sogar aus wie ein Stück Holz!

Der alte Holzmichl Cocktail

Der alte Holzmichl
1oz / 30ml Zirbenholz-Spirituose
1oz / 30ml klarer Apfelbrand
¾oz / 23ml süßer, weißer Wermut
¼oz / 7ml Elixir d’Anvers
1 Spritzer Angostura Bitters
Auf Eis rühren. Auf frisches Eis abseihen.

[Rezept nach Helmut Barro]


Es scheint eine alte Tradition zu sein, dass Obstbrände gern in langen, hohen Flaschen abgefüllt wird, das sehe ich überall. Ich persönlich bin kein großer Fan davon, die sind manchmal beim Eingießen ein bisschen mit Vorsicht zu handhaben, da schwappt schnell mehr ins Glas, als man eigentlich will, und in einem Spirituosenregal wie bei mir passen die nur gerade so rein, von der Höhe her. Nun, immerhin sind sie sehr reduktionistisch gestaltet und machen was her, ich würde mir aber gerade bei so komplex hergestellten Bränden ein paar Informationen zum Beispiel auf einem Rücketikett wünschen. Geliefert wurden die drei Flaschen eingewickelt in mehrere Lagen angenehmen, leicht durchscheinenden Papiers, das dann noch ein paar kleine Anekdoten erzählt.

Ein kleines Detail – eine Zirbe und Bergheu kennt man ja doch irgendwie vom Sehen, bei der Meisterwurz ist das vielleicht ein bisschen anders. Bei meinem Urlaub im Pinzgau habe ich am „Berg der Sinne“ am Asitz in Leogang, wo sich ein großer Schaukräutergarten an der Mittelstation auf 1500m befindet, auch die Meisterwurz gefunden. Es ist doch immer schön, wenn man beim Genießen der Brände auch die Basismaterialien schonmal gefühlt, gerochen und vielleicht auch geschmeckt hat. Am Asitz hat die Meisterwurz noch nicht geblüht, doch der Brand wird ja auch aus den Wurzeln gemacht, nicht den Blüten – und ausgraben wollte ich im Schaukräutergarten ja nichts. Da lasse ich dann einfach den Brand vom Lechtaler Haussegen sprechen.

Offenlegung: Ich danke Lechtaler Haussegen für die kosten- und bedingungslose Zusendung dieser drei Spirituosen, und True Spirits für die Vermittlung.

Bier am Freitag – Original Schlüssel Alt

Neulich hatte ich von meiner Stockholm-Reise und dem davorigen Kurzaufenthalt in Düsseldorf berichtet, bei dem ich endlich mal ein paar der alteingesessenen Altbierhausbrauereien besuchen konnte. An dem Tag war das Wetter ziemlich feucht, dennoch konnte man vor der Brauerei bei Schlüssel im Freien an Tischen stehen und sich vom Köbes ein paar Gläschen des Original Schlüssel Alt auf den Tisch stellen lassen, was ich auch getan habe.

Regionale Braugerste und Original-Schlüssel-Hefe sorgen dafür, dass man hier ein wirklich regional verankertes Bier bekommt, mit Terroir, sozusagen, auch wenn das bei Gerste schwieriger als bei Trauben zu verargumentieren ist. 5,0% Alkoholgehalt lassen jedenfalls zu, dass man mehrere der kleinen Gläser trinkt, und im nebenan liegenden Fanshop gibt es auch Flaschen in unterschiedlichen Größen zum Mitnehmen. Eine der mitgenommenen Flaschen mit Bügelverschluss ploppe ich nun für Euch heute auf!

Original Schlüssel Alt

Das Schlüssel ist für mich ein gefühlt etwas helleres, mehr ins leicht roströtliche gehendes Alt. Dennoch bleibt es kristallklar, bildet eine feine Schaumschicht aus, die auch eine ganze Weile bestehen bleibt, in hübschem Kontrast zum dunklen Bier.

Sehr malzig, wie es sein soll, ist das Original Schlüssel, mit schöner Herbe aus dem Hallertauer Aromahopfen, der auch eine ganz vorsichtige Fruchtigkeit mitbringt, ohne, dass man sich an Pale-Ale-Dufte erinnern würde. Kleine Hefenoten sind beständig vorhanden, man verwendet eine eigene hauseigene Hefe bei Schlüssel. Zu guter letzt sind da minimalste, aber erkennbare Anklänge von kalter Holzkohle.

Die Textur ist voll und rund, direkt vom Antrunk an legt sich das Bier breit in den Mund, mit wunderbarer Süßsauer-Balance. Malz ist aromatisch vorne, der Hopfen versteckt sich aber nicht, bringt eine ordentliche, aber nicht astringierende Bittere mit sich. Durch die Mischung aus Säure und Karbonisierung ist das Bier richtig schön rezent, erfrischt toll, ohne dabei irgendwie anzuecken oder kantig zu werden, auch nach einiger Stehzeit. Der Abgang ist kurz, malzig, frisch und leicht, hinterlässt dann etwas bittere Hopfigkeit am Gaumen.

Richtig gut. Völlig unkompliziert, ohne jeden Störfaktor, milder als manch anderes Alt aus der Düsseldorfer Altstadt. Mein persönlicher Alt-Liebling!

Boden und Sonne – Appleton Estate Hearts Collection 1993 und 2002

„Terroir“ ist ein wichtiges Wort in der Welt des Weins. Von dort ist die Verwendung auch zu den Spirituosen herübergewandert, hier ist es allerdings durchaus kontrovers. Der Kritikpunkt an der Verwendung des Begriffs „Terroir“, wie er im Wein verwendet wird, ist letztlich, dass im Gegensatz zu Wein ein sehr dramatischer zusätzlicher Produktionsschritt dazukommt: die Destillation. Man kann durchaus der Meinung sein, dass das Brennen eines fermentierten Basismaterials sehr viel der Eigenheiten des Materials entfernt, insbesondere die feinen Strukturen, die im Wein genau das Terroir ausmachen. Robin Robinson, ein geschätzter Kollege von mir, propagiert darum, lieber den Begriff „Provenance“ zu verwenden, also „Herkunft“, was neben dem Boden auch die Produktionsanlagen und -orte, und die Menschen und ihr Handwerk miteinschließt. Natürlich könnte man einfach den Begriff des Terroir um diese Aspekte erweitern, doch genau das gehört mit zu den kontroversen Aspekten. Diskussion ist jedenfalls genug vorhanden.

Ich komme auf das Thema, das ich auf meinem Blog schon ein paarmal angesprochen habe, weil auf dem Begleittext zu den Appleton Estate Hearts Collection 1993 und 2002, die ich heute vorstelle, explizit erwähnt wird, dass diese Rums „one of the few rums to claim terroir“ sind. Es wird nicht weiter ausgeführt, warum ausgerechnet diese Rums nun Terroir aufweisen und beispielsweise andere von anderen Brennereien nicht – nimmt man die Robinsonsche Sichtweise an, wird das ganze aber selbstverständlich, denn, wie man als aufmerksamer Leser meiner Veröffentlichungen natürlich schon lange weiß, sind viele Rums aus Jamaica allein schon aufgrund der sehr dort besonderen Produktionsweise und der oftigen Verwendung hauseigenen Zuckerrohrs ganz sicher mindestens provenance-aufweisend. Die hier vorliegenden Rums tragen nun also das Terroir des Nassau Valley im Landesinneren von Jamaica in sich, als „Single Marque“ (also kein Blend aus verschiedenen Marques, die Appleton herstellt und die sich hauptsächlich durch ihre Estergehalte unterscheiden) speziell für diese Auflage ausgewählt von Master Blenderin Joy Spence.

Appleton Estate Hearts Collection 1993 und 2002

Gebrannt 2002, abgefüllt 2022, also runde 20 Jahre alt ist der Appleton Estate Hearts Collection 2002. Wie bei vielen Velier-Abfüllungen ist das Etikett bereits sehr sprechend, verzichtet auf Nostalgie und Kitsch, und listet schlicht Fakten über den Rum in der Flasche auf. „Total Congeners 834g/100 LAA“ liest man da, das sagt eigentlich ja nur den Rumnerds was, spielt aber auf das oben erwähnte Marque an, das ausgewählt wurde. Die Fässer, aus denen die Flüssigkeit nach den 20 Jahren komplett tropischer Reifung entnommen wurde, werden angegeben mit den Nummer 404082 bis 404101, da sieht man schonmal, dass bei Appleton kein schlampiges Warenhaus, in dem Fässer „vergessen“ werden (wie das manche Abfüller ja so behaupten), betrieben wird, sondern ein klares System. Wir haben eine von 1100 Flaschen bekommen, die für das VSGB-Projekt abgefüllt wurden, und zwar mit 63% Alkoholgehalt, also Fassstärke.

Appleton Estate Hearts Collection 2002 Single Estate Jamaica Rum

Hennarot im Glas, mit schönen orangenen Lichtreflexen – Farbstoff ist als Zusatz angegeben, er wird wohl für die gleichbleibende Farbe der Reihe genutzt, obwohl ich das für eine derartige, klar an Kenner orientierte Reihe für völlig unnötig halte. Die Konsistenz ist offensichtlich ölig, mit sehr rundem Schwenkverhalten und schweren Wellen. Unscharf abgegrenzte Beinchen laufen sehr langsam ab.

Ich mag die nicht ganz so extremesterigen Jamaikaner lieber als die Esterbomben, und hier wird mir das wieder vor Augen geführt. Wunderbare buttrige Marzipan-Noten, angenehme, milde mandelige Nussigkeit, dazu eine ganz ausgewogene Mischung aus reifer Ananas, grüner Banane und etwas Guave. Das Holz ist mit Vanilletönen vertreten, und man meint wirklich, etwas frischen Zuckerrohrsaft herauszuriechen. Minimalste Lacktöne sind vorhanden und fügen erwachsene Komplexität bei. Trotz der 63% Alkoholgehalt ziept und piekst da gar nichts in der Nase.

Das geht im Mund weiter, eine sehr weiche, runde Textur legt sich auf den Gaumen, initial ganz ohne jedes Feuer, natursüß und schwer. Die Fruchtigkeit übernimmt hier, eher in Richtung getrocknetes Obst allerdings, mit Erinnerungen an Kandiszucker, Bitterschokolade, gebrannten Mandeln, gebräunter Butter, dunklem Karamell und Sirop de Batterie. Ein paar quitschende Estertöne scheinen durch. Ein leichtes Prickeln auf der Zunge ist sehr angenehm und das einzige Zeichen des hohen Alkoholgehalts. Das Holz ist wirklich wunderbar integriert, zeigt sich sehr deutlich, aber ohne zu übernehmen.

Der Nachhall ist dann eisig-feurig, diese paradoxe Eigenschaft mancher Spirituosen fasziniert mich immer wieder. Leichtes Menthol kühlt den Gaumen und den Rachen, während ganz vorsichtig Jasminblüten und etwas grüner Blattschnitt sehr lange nachklingen.

Ein Träumchen, muss ich sagen, das trinkt sich herrlich entspannt und trotzdem mit ordentlich Wumms und Komplexität. So einen Rum wünscht man sich immer daheim zu haben – großartig.


Die Erwartungen an den Appleton Estate Hearts Collection 1993 sind entsprechend damit nun deutlich gestiegen. Erstmal führen wir uns aber auch hier die nackten Zahlen zu Gemüte. 63% Alkoholgehalt, wie schon zuvor, auch die 1100 Flaschen sind gleich geblieben. Sie wurden aber diesmal aus 13 statt aus 10 Fässern geholt, mit den Identifikationsnummern 413487 bis 413499. Die Fässer lagen 29 Jahre in einem Warehouse unter tropischen Bedingungen, nachdem der Inhalt der Fässer in einer Forsyth Pot Still gebrannt worden war. 1456g/hlpa Congeners sind dabei entstanden (man verwechsle nicht Congener mit Ester, letzteres ist eine Unterkategorie des ersteren).

Appleton Estate Hearts Collection 1993

Noch einen Ticken dunkler fühlt sich der ältere Rum an, Gebrannte Siena mit einem minimalen Rotstich. Das Leuchten, das sich im Glas dennoch zeigt, ist beeindruckend, mehr aber noch die Viskosität: in meinem Verkostungsglas verhält sich das wie Öl. Da schaut man einfach gern zu.

Noch lieber schnuppert man dann aber am Glas, da finden sich Banane, Shortbread, Marzipan, ein bisschen Asphalt, Wachsmalstifte und neues Leder, ein Hauch von Anis, viel frischer Zuckerrohrsaft, Kokosnussfleisch, gebrannte Mandeln und das daran klebende Karamell, viel Vanille und ein bisschen Butter, ein Anflug von Muskatnuss und etwas Ahornsirup. Man sieht, da ist verdammt viel Komplexität drin, wenn ich noch länger dran rieche, finde ich sicher noch mehr Eindrücke. Nicht jede Spirituose schafft es, soviel anzubieten – ein Angebot, das man nicht ausschlagen kann.

Ein alter Armagnac, könnte man meinen, findet sich dann im Antrunk am Gaumen, die Frucht ist herrlich ausgeprägt, dazu etwas Traubigkeit und der lange Fasseinfluss. Letzterer hat den Brand nicht übernommen, prägt ihn aber natürlich mit Vanille und Tanninen. Melasse taucht auf, mit voller Pflaumenwürze, und schwerer, dichter, natürlicher Süße, die an braunen Kandiszucker und braune Butter erinnert. Süß, ja, dabei aber nicht klebrig, im Gegenteil, hier ist angenehme Trockenheit, unterstützt von einer runden, gaumenausfüllenden Konsistenz. Im Verlauf taucht erstmals etwas Menthol auf, mit Eindrücken von Anis, ohne ins Lakritzige abzudriften, und der Frischeeffekt wird immer stärker bis zum langen, anhaltenden, frischen und vollaromatischen Finish, bei dem dann die Gewürze wieder auftauchen, von Muskatnuss über Kardamom bis zum Piment. Der Geschmack ist somit nicht weniger komplex als die Nase – ein rundes Gesamtpaket.

Beim 1993er spürt man die Komplexität deutlicher als beim 2002er, er ist etwas schwieriger zu verstehen, aber die Mühe lohnt sich. Kein Rum zum Trinken nebenbei, sondern etwas, auf das man sich einlassen und Zeit mitbringen sollte.

Ich erwähne es immer wieder, schlicht weil es so liebevoll gemacht ist – das Design der Auflagen im VSGB-Projekt (Velier Small Great Bottles) erfreut den Kenner einfach. Das Herz geht mir auf, wenn ich die feinen Details betrachte, die großartige Haptik der Etiketten und Kartons befühle, hier wird an keiner Stelle gespart, und diese oberflächliche Qualität der Materialien betont dann einfach die unzweifelhafte Qualität der Brände, die sich darin befinden, noch einen Ticken. Wer eine Chance hat, an diese Kollektion heranzukommen, sollte sie nutzen. Einfach guter Stoff.

Bier am Freitag – Battin Gambrinus

Luxemburg ist nur ein Katzensprung von mir entfernt, aber ich komme heutzutage nicht mehr so häufig hin wie früher – die Benzinpreisunterschiede sind nicht mehr ganz so dramatisch, Zigaretten werden nicht mehr gekauft und Kaffeepads brauch ich auch nicht mehr, seit ich selber mahle und eine French Press nutze. Wenn man doch mal durch- oder hinfährt, zum Beispiel neulich, als es mit LuxAir nach Treviso ging, nehme ich gern was Lokales mit. Zum Beispiel das bei der Brasserie Nationale in Niederkerschen (luxemburgisch Nidderkäerjeng, französisch Bascharage) gebraute Battin Gambrinus. 5,2% Alkoholgehalt, Zutaten aus der Region, da kann ja grundsätzlich nicht viel falsch laufen, oder?

Battin Gambrinus

Eine mimimalste Trübung ist sichtbar, das stört aber den ingesamt schönen Eindruck des ockergelben Biers nicht, wenn man es eingegossen hat. Der Schaum ist fluffig und gemischtblasig, eher zum Feinen tendierend, und bleibt durch eine attraktive Perlage auch eine gewisse Zeit in schönem Umfang erhalten.

Die Nase ist eher fruchtig, sehr reife Banane, deutlicher Pfirsich, direkt aber unterstützt von zugrundeliegender Getreidewürze. Das Malz lässt sich vom Hopfen nicht dreinreden, spielt eine große Rolle. Fast ein bisschen holzig riecht sich das, mit einem Anflug von hefigem Champagner. Ja, irgendwie hat dieses Bier einen Schaumweincharakter im Geruch. Gar nicht unangenehm.

Der Antrunk zeigt sich erstmal texturdefiniert, sehr weich, sehr rund, dabei aber durchaus schon mit etwas Säure versehen. Ein gewisses Prickeln legt sich an den ganzen Gaumen, die Zunge wird minimalst gereizt, so entsteht ein sehr angenehmes Frischegefühl. Gut eingebunden ist eine natürliche Süße, die dann die blumigen Aromen des Nachhalls vorbereitet – spät klingt so einiges an Jasmin nach.

Das Bier ist völlig unkompliziert, macht dabei aber auch richtig Spaß, hier passt irgendwie alles zusammen. Rund und süffig – wer mal nach Luxemburg kommt, sollte das Battin Gambrinus definitiv mit auf die Trinkliste setzen.

And it burns, burns, burns – Fireball Liqueur Blended with Cinnamon and Whisky

Unsere Zunge schmeckt 5 Geschmacksrichtungen – süß, sauer, bitter, salzig und umami. Schärfe dagegen ist kein Geschmackseindruck, sondern eine Reizung und wird durch andere Rezeptoren wahrgenommen, die uns vor Schmerzen warnen. Manche mögen scharfes Essen sehr gern, andere können es nicht vertragen, auf jeden Fall kennt es jeder; in Getränken ist Schärfe allerdings ein sehr ungewohntes Element, höchstens starke Minze ist verbreitet. Spirituosen oder Liköre, die auf Schärfe setzen, sind daher eher rar gesät.

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Eine der bekanntesten dieser schmalen Kategorie ist mit Sicherheit Fireball Liqueur Blended with Cinnamon and Whisky. Insbesondere in den USA ist dieser Likör weit verbreitet und sehr beliebt, man hört oft von Studentenparties, die durch Fireball außer Kontrolle geraten und in großem Katzenjammer für alle Beteiligten enden. Kein besonders guter Ruf eilt ihm voraus, aber ein lauter Ruf – daher will ich meine eigene Erfahrung damit machen, ohne mir aber die Birne wegzuballern, ich bin mir sicher, das ergäbe einen ekligen Kater, bei all dem billigen Sprit und Zucker, der, ohne zuviel vorwegnehmen zu wollen, ganz sicher im Fireball enthalten ist.

Der Feuerball ist eigentlich mit großer Sicherheit stark künstlich gefärbt, aber immerhin hat man einen passenden, goldenen Farbton für die Zimtkonnotation gefunden, mit senfgelben Reflexen. Recht dünn für einen Likör, hinterlässt aber trotzdem Beine im Glas.

Fireball Flasche

Ich halte die Nase ins Glas. Ja, das ist Zimt. Und Zimt. Und Zimt. Da springt einem sofort die Kindheitserinnerung an den roten Wrigleys-Kaugummi in den Sinn; Big Red heißt er, und man kann ihn heute noch kaufen. Die Ähnlichkeit ist höchst verblüffend und witzig – ich glaube jeder, der einmal am Fireball riecht und den Kaugummi kennt, wird sofort diese Erinnerung in sich wecken. Daneben ist ein leicht fruchtiger Ton, nach Rot- oder Portwein. Und, wenn man tief riecht, kommt noch eine ganz helle Alkoholnote zum Vorschein, die mentholisch wirkt, aber nicht sticht.

Vorsichtig lege ich mir einen Schluck auf die Zunge. Autsch, ist das süß. das belegt die Zunge, den ganzen Gaumen. Whisky? Wo soll da Whisky sein? Selbst Drambuie oder Boxing Hares ist nicht dermaßen süß. Durch die Süße kommen kaum Aromen durch, bis zum Abgang. Hier kommt zum Vorschein, dass Zimt, trotz unserer üblichen Verwendung in Süßspeisen, eigentlich ein recht scharfes Zeug ist. Da kribbelt und brennt es, dass es eine wahre Freude ist, und den feuerspuckenden Flammendämon auf dem Etikett zur Ehre gereicht. Am Ende bleibt ein mildes Brennen im Mund, Zimtaromen und die pappige Süße, und das länger, als mir lieb ist. Das ist eine Effektspirituose, nicht so elaboriert und spannend wie beispielsweise Faradaí, der auf ähnliche Weise wirkt, aber doch rein auf den Effekt ausgelegt. Und auf die, die Zimt mögen.


Pur brauch ich das wirklich nicht, gar nicht mal wegen dem Zimt oder der tatsächlichen Aromatik, sondern wegen der superklebrigen Süße, die mir das Schlucken schwer macht. Auch in Cocktails findet sich selten Verwendung dafür; interessant ist zumindest der Holden Caufield [sic!], der Fireball mit anderen starksüßen Zutaten kombiniert und als Dessertdrink seinen pappigen Charme hat.

Holden Caufield

Holden Caufield
1 oz Fireball Whisky
1 oz Amaretto
2 oz Orangensaft

½ oz Zitronensaft
½ oz Zuckersirup
Auf Eis shaken.
[Rezept nach unbekannt]


Arcus, die auch den hervorragenden Linie Aquavit herstellen, haben damit einen Selbstläufer im Angebot, der sich trotz seiner offensichtlichen Mängel für Genießer verkauft wie geschnitten Brot. Um ehrlich zu sein finde ich die Gestaltung der Flasche, mit dem scheinbar eingebrannten Loch im Rücketikett, durch das man den feuerspeienden Teufel des Vorderetiketts sehen kann, ganz toll gelungen. Aktuell gibt es auch eine „Collector’s Edition“ (ein irgendwie absurder Gedanke bei dieser Art Spirituose), die noch bunter auf auffälliger gestaltet ist.

Das verleitet dann vielleicht den Hersteller aber zu weiteren, fast schon unlauteren Schritten: Aktuell läuft in den USA eine Klage gegen die Konzernmutter The Sazerac Company, weil sie eine Variante auf den Markt gebracht haben, die praktisch keinen Whiskey mehr enthält, sondern ein „malt beverage“ mit halbiertem Alkoholgehalt (16,5%) ist – also sowas wie ein früher auch hierzulande sehr beliebtes Alkopop. Die Etiketten sind für meinen Geschmack diesbezüglich definitiv verbrauchertäuschend gestaltet, man kann die zwei kaum auseinanderhalten, ich wünsche den Klägern viel Glück.

Ich habe den Fireball aus Interesse gekauft, weil ich wissen wollte, was die Beliebtheit ausmacht. Nach dem Probieren kann ich mir vorstellen, was sehr anspruchslose Trinker damit anfangen können, doch bei mir steht sie nun, immer noch zu vier Fünfteln gefüllt, im Regal und sammelt Staub. Ich werde sie auf der nächsten Feier, zu der ich eingeladen werde, als Mitbringsel mitnehmen und beobachten, was passiert.

Bier am Freitag – Brasserie du Grillen Appelle-moi Helmut Hefeweizen

Im elsässischen Colmar bei der Brasserie du Grillen wird es gebraut, das Bier, dem ich meinen Namen gab: das Appelle-moi Helmut Hefeweizen. Nein, ich will gar keinen Ruhm beanspruchen, den ich nicht verdient habe, auch wenn mein Vorname heutzutage so selten geworden ist, dass eine geschätzte Kollegin im Büro, als sie das Bier gesehen hatte, mir sofort zwei Flaschen zu meiner Verfügung gestellt hat. Es hat auch Vorteile, altmodisch benamt zu sein, wie man sieht. Dabei ist das Bier durchaus modern – alle Zutaten sind in Bioqualität, ein entsprechendes Biosiegel findet sich auf dem Etikett, und sogar eine selten progressive Angabe einer Hefesorte ist vorhanden, man nennt „Banana Split“. 12 IBU und 5,5% komplettieren die erfreulich transparente Deklaration. Nun probieren wir mal, ob mein Namensvetter was taugt.

Brasserie du Grillen Appelle-moi Helmut Hefeweizen

Eidottergelb, mit einer kräftigen Schaumentwicklung schon beim Eingießen, typischer Hefeweizenschaum mit schöner Blasengrößenmischung. Besonders interessant ist die extreme Perlage, die mit den feinsten Bläschen aufwarten kann, die ich je in einem Bier gesehen habe, und sie bilden fast eine durchgehende Fläche, so eng sitzen sie aneinander.

Ein bisschen weniger typisch ist die Nase, einfach, weil Aromahopfen eingesetzt wurden (Aramis und Elixir), das ist natürlich unklassisch, aber man verwechselt es trotzdem noch nicht mit einem Pale Ale. Deutlich dominiert die Banane, sie wird aber direkt unterstützt durch milde Fruchtaromen von Aprikose und einer ganz, ganz milden Zitruskomponente. Ein bisschen Würze scheint durch, die wahrscheinlich dafür verantwortlichen Malze sind Pilsner, Weizen und Caravienne. Sehr nett!

Der Antrunk ist von dieser Würze gesteuert, das geht fast ins Backgewürzartige über, aber nur für einen Moment, Nelken übersteuern die Banane nun. Angenehme Süßbittere findet sich, mit einer sich im Verlauf immer stärker aufbauenden Säure, die im späteren Mittelteil aber fast ein bisschen kantig wirkt. Die Textur ist dafür superweich, dicht und voll. Toll rezent, erfrischend und süffig – ein wirklich gelungenes Hefeweizen mit einem Twist! Da muss man sich nicht für den Namen schämen!

Qualität setzt sich durch – G4 Tequila Blanco

Es ist schon irgendwie verrückt. Da stellt man in Mexiko eine der großartigsten Spirituosen der Welt her, global prügeln sich die Konsumenten inzwischen um die doch erkennbar rar werdende Ware, und dennoch hat Tequila in Deutschland immer noch dieses Imageproblem, das nur sehr schwer aus den Köpfen der Leute zu bekommen ist – ich habe unter anderem darüber mit ein paar der einflussreichen Importeure in Deutschland gesprochen, die sich um Qualitätstequila hierzulande bemühen. Die Interviews, zusammengefasst in einem Artikel, kann man im Magazin BRANNT#2023 nachlesen, und da ist eigentlich durchaus positive Grundstimmung erkennbar, wenn auch viel Skepsis mitschwingt, was die aktuelle Tequilasituation in Deutschland angeht.

Bei der Destilería El Pandillo (NOM 1579) in Jalisco tut man was dagegen. Mit dem G4 Tequila Blanco stellt man dort, und ich nehme das Fazit hier einfach mal vorweg, einen der großartigsten Agavenbrände her, die man aktuell hierzulande und weltweit bekommen kann, so etwas hat natürlich nichts mehr mit dem Zeug, das man vielleicht von damals noch im Kopf hat, zu tun. 100% Agave als Basismaterial sind selbstverständlich, Mixto muss heute unabhängig von diesem Produkt wirklich keiner mehr kaufen. Gekocht werden die geernteten Agavenherzen in Steinöfen, extrahiert wird deren Saft mit einer traditionellen Tahona (also einem Mühlstein), fermentiert wird an der frischen Luft; so mag ich das, weit entfernt von der Überindustrialisierung vieler Marken. Doppelt in Kupferblasen destilliert wird dann der Brand mit Regen- und Quellwasser auf 40% Trinkstärke herabgesetzt. Der G4 ist schließlich am Ende zertifiziert additiv-frei. Nichts kann mich davon abhalten, ihn nun ins Glas zu geben!

G4 Tequila Blanco

Kristallklar und mit leichter Viskosität schwingt der Tequila im Verkostungsglas beim Schwenken hin und her, dabei bleibt so einiges an der Glaswand haften, nur um dann in dickköpfigen Beinchen gemächlich wieder herabzulaufen.

Was mag ich an Tequila? Diese sehr allgemein gestellte Frage lässt sich für mich ganz einfach dadurch beantworten, dass ich die Nase in das Glas mit G4 Blanco halte. Da ist alles in perfektem Maße vorhanden: die klare, saubere, steinige Mineralität, ohne dabei kiesig oder staubig zu werden; eine strukturierte Vegetabilität, mit grünschnittigen Noten und pflanzlichen Säften, ohne aber jede Gemüsigkeit; und dann eine aufblühende Floralität voller dezenter Rosenblätter- und Lavendelaromen, völlig ohne Seifigkeit oder Parfümiertheit. Das drängt sich nicht auf, schnuppert sich aber herrlich, vielschichtig und trotzdem linear, reif ohne Fassholz zu benötigen, frisch und leicht, kurz: ich liebe diesen Duft mehr als alle anderen bei Spirituosen.

G4 Tequila Blanco Glas

Ein ähnlich vollständiges Gefühl führt sich am Gaumen fort. Süße und Säure sind balanciert, die Textur ist weich und cremig, zusammen mit einem vollen, runden Körper legt sich der G4 an den Gaumen und bereitet damit den Auftritt der Aromen vor. Volle Agavenfrucht, unterstützt von würzigem Ahornsirup und süßaromatischem Kandiszucker. Ton und Gras entstammen der Mineralität, Anflüge von Lavendel und Jasmin frischen auf, und eine Idee von Nelke und grüner Paprika geben Exotik. Im Verlauf wird durch schwarzpfeffrige Hitze Spannung am Gaumen erzeugt, der Abgang ist feurig von Zungenspitze bis tief in den Rachen, ohne wirklich zu brennen. Die Blumigkeit und Agave bleibt lange erhalten, bis der G4 dann mit einem blutigen Eisenton ausklingt und die Zunge prickelnd zurücklässt.

Bei diesem Tequila passt einfach alles zusammen, das ist ein Gesamtkunstwerk von Auge bis Nachhall, mit hoher Typizität und viel Charakter. Perfekt ausbalanciert, aromatisch wie strukturell spannend, dicht und lang. Ich sage es immer wieder, ein richtig guter Tequila ist eine der besten Spirituosen der Welt, und der G4 Blanco gehört für mich in die absolute Spitzenklasse selbst in dieser Weltklasse.


Der Unterschied zwischen der Elegante Margarita und einer normalen, klassischen Margarita mag auf dem Papier unwesentlich und klein erscheinen, doch die zusätzlich limettige Süße, die ein Lime Cordial in den Drink bringt, ist klar bemerkbar; der Cocktail ist weniger herb, aber lässt einem guten Tequila immer noch genug Raum, seine Aromen auszuspielen. Also eine gute Rezeptur für so etwas wie den G4 Blanco!

Elegante Margarita

Elegante Margarita
1½ oz Tequila Blanco
½ oz Triple Sec
½ oz Lime Cordial
¾ oz Limettensaft
½ oz Zuckersirup
Auf Eis shaken. In einem Glas mit Salzrand servieren.

[Rezept nach Robert Plotkin und Raymon Flores]


Die Flasche wirkt unauffällig, das Etikett hält sich ebenso zurück, in der edlen Gestaltung mit silberner Schrift auf marineblauem Hintergrund wirkt das Gesamtkonzept aber durchdacht und sauber gemacht, ohne viele Sperenzchen, die so ein guter Brand auch überhaupt nicht nötig hat, der überzeugt völlig durch den Inhalt der Flasche und muss in keiner Form marketingtechnisch Mängel überspielen, wie das bei anderen Produkten hin und wieder der Fall ist.

Ja, was soll ich am Ende nun sagen, da ich das Fazit ja schon im zweiten Absatz gegeben hatte. Für mich steht es außer Frage, dass jeder mal einen Blick auf dieses Destillat werfen sollte, und sich auch keinesfalls davon abschrecken lassen, dass es ein ungereifter Brand ist: Gerade bei Tequila ist der Blanco der König, der ist so aromatisch, der will gar kein Holz, das nur ablenkt von den feinen Agavenaromen. Selten kann ich eine so klare Kaufempfehlung aussprechen!

Bier am Freitag – Apoldaer Festbock

Die Familie trifft sich auch 2023 zu Weihnachten, und die Rollen sind wieder mal klar vergeben – der Papa kocht zwei Dutzend Rinderrouladen, 4kg Spätzle und 2kg Kartoffelsalat, der Schnapsmann (ich) bringt ein paar flüssige Delikatessen aus aller Welt mit, und die Brüder Bier aus der Region, eher fränkisch orientiert der eine, eher hohenzollernsch der andere, eine abwechslungsreiche Mischung. Nun gibt es noch jemand, der mit dabei ist, und aus seiner Heimatgroßregion Biere beisteuert, was ich sehr zu schätzen weiß, so kommen nun auch Biere aus Thüringen und Sachsen mit auf meinen Speiseplan. Beginnen werden wir heute mit dem Apoldaer Festbock, einem auf 6,5% Alkoholgehalt eingebrauten dunklen Bock aus Weimar. Die Spannung steigt!

Apoldaer Festbock

Es knistert so richtig laut, wenn man das Bier eingießt, das zischt und prickelt, dass es eine wahre Freude ist. Die Geräuschkulisse bleibt auch lange danach bestehen, die sehr starke Perlage lässt nicht nach, Perlen mit lautem, knackendem Weißrauschen zu produzieren, selbst wenn der Schaum eher dünn wird dann. Farblich ist es auch ansprechend, mit seiner kristallklaren, fast roséfarbenen Holztönung.

Die Nase ist beerig und marmeladig, erinnert an Erdbeerkompott und Pfirsichgelée. Ein bisschen Blütenhonig ist dabei, überraschend süßlich und fruchtig das ganze, sehr angenehm zu schnuppern. Darunter findet man ein bisschen Rost, und gemälzte Gerste, das Basismaterial ist schön erkennbar.

Am Gaumen fällt erstmal die Rezenz auf, das ist vom Ohr her schon erwartet gewesen. Gut pointierte Süßsauerbalance spielt dem in die Karten, eine weiche Textur wird durch eine klare Frischekante aufgelockert. Auch im Mund meint man, ein bisschen Marmelade mit im Glas zu haben, aber natürlich und sauber ins Bier integriert, ohne, dass das als Fremdkomponente oder Zusätze wahrgenommen würde. Volles Volumen, mit Prickeln auf der Zunge, und einem sehr angenehmen, leicht holzigen und malzaromatischen Abgang.

Ein sehr ansprechendes Bier, mit eigener Charakteristik und einem eigenen Stil, den ich sehr mag. Schade, dass ich nur eine Flasche davon habe – ich werde den Spender sicher dazu auffordern, mehr davon für mich zu organisieren!