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Cocktail meets Whisky - Titel

Ohr- und Gaumenfreuden – „Cocktail meets Whisky“ bei der Whiskytruhe

Gern wird immer wieder mal das Bonmot zitiert, dass man nicht allein trinken soll, sondern in Gesellschaft. Ersteres ist, zugegebenermaßen, ein gefährlicher, abschüssiger Weg (jetzt mal natürlich nur rein hobbypsychologisch gesprochen). Entsprechend es ist ein hartes Leben als Spirituosenblogger, denn das tiefe Probieren und Verkosten, das für Tasting Notes erforderlich ist, kann man eigentlich nur allein durchführen, um die Konzentration und den Fokus zu erhalten, der dafür nötig ist.

Doch auch so ein Blogger hat mal Lust auf einen weniger anstrengenden Drink, und woher die Gesellschaft nehmen, wenn nicht stehlen, und gerade kein Saufkumpan zur Verfügung steht? In einer Bar ist man ja auch eher allein unter anderen Menschen, wenn man solo aufbricht. Die Lösung: Whiskyverkostungen! Diese sind durchaus in Mode. Es ist ja auch eine tolle Sache – man bekommt etwas gutes zu trinken, lernt neue Spirituosen und Leute kennen und im Idealfall hat die Veranstaltung auch etwas von einem Eventcharakter, so dass die Unterhaltung nicht zu kurz kommt. Man will ja eigentlich nicht am Abend auf eine Lehrveranstaltung, sondern Spaß haben, selbst (oder gerade!) als Kenner.

Cocktail meets Whisky - Eintrittskarten

Am 28. Oktober 2017 fand auch ich, zugegebenermaßen ausschließlich dank meines Navigationsgeräts, den Weg zu so einer Whiskyverkostung. Tief im ländlichen Saarland, in Schmelz/Limbach, lud Gastgeber Markus Hawner, der Geschäftsführer von Whiskytruhe, zu einem Multifunktionsabend ein. „Cocktail meets Whisky“ hieß das Motto – entsprechend konnte man sich nicht nur auf Spirituosenproben freuen, sondern auch auf damit live gemixte Cocktails und Longdrinks.

Ein Blick in den kleinen, charmanten Laden von Markus Hawner zeigt direkt, dass es sich bei seinen Veranstaltungen nicht um kühle Vorträge handelt, in denen ein gelangweilter Brand Ambassador eines Konzerns sein Portfolio zum hundersten Mal runterrattert. Man sitzt auf einer Couch oder Fässern, steht an einem aus Fässern hergestelltem Stehtisch oder lehnt gemütlich an einer Wand, während Markus eine Auswahl an Whiskys präsentiert.

Cocktail meets Whisky - Gruppe

Die Atmosphäre ist sehr lässig, entspannt, man merkt, dass sich der eine oder andere schon kennt. Da wird laut geredet und gelacht, diskutiert und palavert – in manch einer Veranstaltung musste ich mich zum Räuspern aus dem Raum begeben, weil sonst die anderen Teilnehmer einen vorwurfsvoll anschauen; hier gibt es das nicht.

Was gab es zu trinken? Markus Hawner legte einen Schwerpunkt auf Roggenwhiskeys aus den USA, und ergänzte dies durch Whiskys aus der alten Welt. Entsprechend begann der Abend mit den amerikanischen Straight Rye Whiskeys Jim Beam Rye, Knob Creek Rye und 1776 Rye, dazu kam als Übergang der irische Vertreter Knappogue Castle 12, und am Ende die schottischen Black & White und Kilchoman Single Malt, die zeigen sollten, dass auch Scotch sich vor Cocktailvermischung nicht zu hüten braucht.

Cocktail meets Whisky - Auswahl

Zu jedem Whisky gab es eine kurze Einführung, Erklärung über die Produktion und die Basismaterialien, sowie ein paar Hinweise zu den zu erwartenden Aromen und Geschmäckern. Markus passt sich dabei dem zu erwartenden Kenntnisstand seiner Besucher an – man wird also nicht mit zuvielen Spezialistendetails überfrachtet, sondern bekommt einen kurzen, knackigen Überblick über einen Whisky und hat dann entsprechend mehr Zeit, sich selbst in der Verkostung ein Bild zu machen und mit den anderen Teilnehmern darüber zu diskutieren.

Cocktail meets Whisky - Gastgeber

Nun hieß der Abend ja nicht „Whiskey meets Whisky“, sondern „Cocktail meets Whisky“, und so wurde nach jeder Probe ein Cocktail angeboten, der genau diese Spirituose beinhaltet. Beispielsweise wurde zum Knob Creek Rye ein Dry Manhattan empfohlen – meine kleine Befürchtung, dass der immer noch sehr weit verbreitete Irrtum, dass ein Cocktail immer ein Liter Saft mit etwas Schnaps ist, hier fortgeführt werden könnte, hat sich da schnell in Luft aufgelöst – hier wurden klassische Rezepte gezeigt. Eugenia Schmidt, eine Cocktail-Amateurin im besten Wortsinn (nämlich jemand, der das liebt, was er oder sie tut), gab neben den von ihr auf professionellem Niveau gemischten Drinks noch den einen oder anderen Hinweis auf den Hintergrund des Cocktails, mit möglichen Twists oder Alternativrezepten.

Cocktail meets Whisky - Cocktail 1

Natürlich schadet auch ein Longdrink nicht – der angebotene Horse’s Neck war eine tolle Erfrischung nach all dem trockenen Whisky. Hübsch angerichtet mit der namensgebenden, langen, über das Glas hinaushängenden Zitronenzeste konnte auch hier die Bartenderin voll überzeugen.

Cocktail meets Whisky - Cocktail 2

Bei soviel Schnaps muss auch etwas gehaltvolleres her. Nach 3 Whiskys gab es eine kleine Pause, in der der Gastgeber das Fingerfood-Buffet eröffnete. Wraps, Datteln im Speckmantel, Pesto-Tortellini-Spieße und Schinken- und Käseschneckchen waren neben der kleinen Käseplatte ein idealer, fetthaltiger und sehr leckerer Grund, auf den man für den Rest des Abends weiter aufbauen konnte. Alles hausgemacht und in mehr als ausreichender Menge vorhanden.

Cocktail meets Whisky - Fingerfood-Buffet

Mit das prägendste Element des Abends war allerdings die musikalische Untermalung durch Pascal Saar, der mit seiner Cajon-Drumbegleitung Marvin Waldemar und irischen Folk-Klängen viel Rhythmus in die Veranstaltung brachte. So fühlte man sich stellenweise wie in einem irischen Pub, nicht mitzusingen war zu fortgeschrittener Zeit bei einigen Klassikern wie „Whiskey in the Jar“ und „The Wild Rover“ praktisch unmöglich. Großartige Unterhaltung!

Cocktail meets Whisky - Band

Kurz und bündig zusammengefasst – ein rundum gelungener Abend, der beweist, dass man über die Gefahren des Alkoholtrinkens sagen kann, was man will: Er ist auch, und vor allem, ein Kulturgut, das Leute zusammenführt und dazu bringt, das Leben etwas leichter zu nehmen und zu zelebrieren. Sehr gern werde ich in Zukunft weitere Veranstaltungen von Whiskytruhe besuchen.

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1. GIN Festival Saar Titel

Das erste Mal – 1. GIN Festival Saar

Ich habe mich immer sehr darüber beklagt, in der Provinz zu wohnen, wenn es um Spirituosen geht. Die tollen Events fanden in Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt statt. Weitab vom Schuss. Das kleine, beschauliche Saarland findet auf der Landkarte der Organisatoren nicht statt. Nun, ich freue mich vermelden zu können, dass sich das ändern wird! Das 1. GIN Festival Saar, das am 14. Oktober 2017 in der Congresshalle in Saarbrücken seine Tore öffnete, ist, so hoffe ich, der Anfang einer Änderung dieses jammervollen Zustands.

1. GIN Festival Saar - 01 Eintrittskarten

Knapp 30€ für das Tagesticket legte man auf den Tisch, 20€ für das reine Partyticket für die, die eigentlich kein Ginfestival, sondern eine Party besuchen wollen. Da für eine Messe ein gewisses Besucher-Fläche-Verhältnis vorgeschrieben ist, waren die Tickets begrenzt, beinahe 1000 Stück des Tagestickets wurden aber dennoch verkauft, wenn ich recht informiert bin. Man sieht schon an den aufwändig gestalteten Tickets, dass hier kein Anfänger seine ersten Schritte tat – tatsächlich habe ich selten ein so reibungslos verlaufendes und gut organisiertes Event erlebt wie dieses 1. GIN Festival Saar.

1. GIN Festival Saar - 02 Band, Glas und Coins

Sogar das All-Inclusive-Bändchen, das man beim Eintritt ums Handgelenk gelegt bekam, war hochwertig gemacht, aus Stoff mit einem cleveren Zugmechanismus. Ein Stoffbeutelchen mit 10 Plastikcoins, die gegen Ginproben eingetauscht werden konnten, wurde dem Besucher ebenso freundlich vom zahlreich vorhandenen Personal in die Hand gedrückt, wie ein Tastingglas.

1. GIN Festival Saar - 03 Nachmittag 01

Kurz nach Vier, nur wenige Minuten nach der Öffnung des Festivals, ist der Westsaal der Saarbrücker Congresshalle noch angenehm unüberlaufen. Die Austeller sind noch frisch, gut aufgelegt, und man hat mehr Zeit, mit ihnen zu reden, als später, wenn die Massen anstürmen. Das Wetter, das an diesem Tag für Mitte Oktober herausragend gut war, sorgte wohl dafür, dass um diese Zeit die Besucher sich noch mit einem Kaffee oder Stück Kuchen auf der nahegelegenen Berliner Promenade, der relativ neu gestalteten Flaniermeile Saarbrückens, stärkten.

1. GIN Festival Saar - 03 Nachmittag 02

Eine Stunde später füllt sich das ganze schon erkennbar. Eine Messe für den normalen Gin-Trinker, nicht für den Profi (obwohl dieser sich hier auch wohlgefühlt hätte, was die Direktheit mit den Herstellern angeht). Stehtische mit Brotstücken und Palettensofas verhinderten ein Dauerstehen und Glashalten, insbesondere, wenn man neben dem Tastingglas sich von den Bars noch einen Gin & Tonic oder anderen Cocktail zubereiten ließ und man entsprechend viel zu tragen hatte.

1. GIN Festival Saar - 04 DJ Garry Woodapple

Die Hintergrundmusik von DJ Garry Woodapple, die bereits um 4 begann, war von Lautstärke und Tempo ideal geeignet, die etwas kühle Atmosphäre eines Messehallensaals fluffig auszukleiden, gleichzeitig dabei aber nicht zu verhindern, dass man sich noch in normaler Lautstärke mit anderen Gästen unterhalten konnte.

Soviel erstmal zum Rahmen, kommen wir zum Sinn des Treffens, dem Verkosten von Gins. Als Aussteller waren mit ihren Produkten angereist Ferdinand’s, der Lokalmatador aus dem Saar-Mosel-Raum, Death’s Door aus den USA, Brockmans aus England, Bobby’s aus Holland, Copperhead aus Belgien, Dreyberg aus Deutschland und Sabatini aus Italien – eine tolle, bunte und abwechslungsreiche Zusammenstellung. Dazu wurden diverse Tonic Water vorgestellt, von Thomas Henry über Doctor Polidori bis hin zu den exklusiven Schweppes Premium Mixers.

1. GIN Festival Saar - 05 Bobby's Gin und Genever

Da ich viele davon bereits kannte, konzentrierte ich mich auf das, was neu für mich war. Highlight Nummer 1 des Tages war für mich daher persönlich Bobby’s Schiedam Jenever, auch wenn dies kein Gin ist – der ebenfalls am Stand vorgestellte Bobby’s Gin ist seit langer Zeit ein Dauergast in meiner Heimbar, für mich ist er das beste, was in einem Gin & Tonic landen kann. Tatsächlich kann der Genever aus dem Hause Bobby’s auch überzeugen, auch wenn man die kräftigen Malznoten, die ein gereifter Genever sonst oft aufweist, etwas vermisst.

1. GIN Festival Saar - 05 Brockman's Gin

Die beerige Fruchtigkeit des Brockmans Gin überraschte mich sehr. Natürlich bewegen wir uns dabei doch recht weit von dem klassischen Bild eines Gins, dessen Hauptaromatik sich durch Wacholderbeeren definieren sollte, weg – aber in einer Zeit, in der der „Contemporary Style Gin“, alternativ oft auch „New Western Dry Gin“ genannt, immer mehr an Beliebtheit gewinnt, muss man sich als kategorientreuer Stilfreund daran gewöhnen, dass hier eine neue Kategorie entsteht, die man nicht unbedingt mit einem London Dry Gin vergleichen darf. Unabhängig davon – der Brockmans Gin ist für mich sicher etwas, das ich für fruchtige Gincocktails im Auge behalten werde.

1. GIN Festival Saar - 05 Death's Door Vodka

Gin ist ein aromatisierter Vodka, das vereinfacht die Sache vielleicht etwas, im Grunde stimmt es aber. Sehr viele Hersteller produzieren ihren Ausgangsstoff nicht selber, sondern kaufen Neutralalkohol ein und aromatisieren ihn nur noch. Nicht ganz so einfach machen es sich die Produzenten von Death’s Door Gin – sie brennen ihre Alkoholbasis selbst. Sehr spannend war es daher für mich, am Stand dieses Herstellers die Basis des Death’s Door Gin tatsächlich zu verkosten – die Aussteller hatten den Death’s Door Vodka dabei. Ähnlich wie bei modernen Craftvodkas wie Florian Renschins Freimut Vodka ist auch hier das altbekannte Muster von Vodka als „geschmacks- und geruchslosem“ Destillat aufgebrochen, man erkennt die Getreidebasis deutlich heraus. Wunderbar, dass man die beiden miteinander verwandten Produkte so toll vergleichen konnte.

1. GIN Festival Saar - 07 Helles Eck

Man kann auf so einer Messe nicht nur dauernd Gin und Gin & Tonic trinken, man braucht ganz besonders im bierverliebten Saarland auch was vernünftiges, wie ein kühles Bier – das Helle Eck bot beispielsweise das relativ neu auf den Markt gekommene Karlsberg Helle an. Auch wenn ich persönlich kein wirklich großer Fan der Marke bin, so finde ich es doch großartig, dass hier ein kauziger, uriger Stand mit dem Bier zusammengezimmert wurde.

1. GIN Festival Saar - 06 Arnie & Jules

Auch der Hunger konnte vor Ort gestillt werden – Manin Currywurst und Pulled Pork Burger von Arnie & Jules (wer mich oder meinen Blog kennt, weiß, was ich von den beiden Betreibern dieser BarBQ halte, darum halte ich mich hier nicht lange mit Lobeshymnen auf diese tolle Bar auf) waren ebenso über Coins erwerbbar. Man muss für den ganzen Gin ja eine Basis schaffen!

1. GIN Festival Saar - 08 Abend 01

Über die Zeit strömten dann doch immer mehr Leute in die Congresshalle, und gegen Abend war der Saal dann gut gefüllt, die Lichtanlage sorgte für lauschige Atmosphäre, der DJ wurde immer wärmer und lauter, man merkte, dass sich der Partyteil der Veranstaltung langsam näherte. Die Stände der Aussteller waren dabei immer noch geöffnet, und inzwischen von neugierigen und interessierten Ginfans umlagert, man musste sich fast schon etwas durchkämpfen, um noch an einen Probe heranzukommen.

1. GIN Festival Saar - 08 Abend 02

Draußen wurde es dunkel, im Saal kam nun immer mehr ein Clubfeeling auf. Die Gäste mit Partyticket wurden nun eingelassen, und die zumindest im Saarland und Rheinland-Pfalz wohlbekannte rotbekleidete Soulfamily übernahm dann von DJ Garry Woodapple und sorgte live mit ihrem heißen Soul-, R’n’B- und Funk-Mix fürs Mitwippen und -schwingen; mitten im Saal auf Augenhöhe platziert konnte man ihnen von allen Seiten so direkt wie kaum zuvor begegnen.

1. GIN Festival Saar - 09 Soul Family 1

Ich muss sagen – dafür, dass dies meines Wissens die erste Spirituosenveranstaltung dieser Art und Größe im Saarland war, haben die Organisatoren ganze Arbeit geleistet. Für mich gab es nichts zu meckern. Fürs zweite Festival würde ich mir vielleicht noch ein paar mehr Aussteller wünschen, aber sonst – Hut ab, Denis Reinhardt und vor dem ganzen Team der Winefactory! Jedenfalls etwas, für das es sich für den Ginfreund beim nächsten Termin lohnt, ins Saarland zu fahren!

Wadgasser Klosterbräu Hopfen Perle Titel

Kurz und bündig – Wadgasser Klosterbräu Hopfen Perle

Das Saarland war einst durchzogen von kleinen lokalen Brauereien. Inzwischen wurden alle von Konzernen geschluckt oder gingen insolvent. Nennenswert übrig ist neben dem allgegenwärtigen Karlsberg (dem mit „K“, nicht dem mit „C“) eigentlich nur noch die Saarbrücker Brauerei Bruch. Diese offeriert unter verschiedenen „Tarnnamen“ Produkte – wie die Wadgasser Klosterbräu Hopfen Perle, ein obergäriges Vollbier. Mir ist jede Abwechslung vom saarländischen Pilseinerlei recht, daher kommt sie zu mir ins Glas – wer könnte aber auch so einem Bild, das mein Kollege Gerhard Müller für mich mit seiner professionellen Fotoausrüstung an einem hübschen Tag machte, wiederstehen?

Wadgasser Klosterbräu Hopfen Perle Glas Gerhard Müller

Farblich tatsächlich sehr ansprechend ocker, naturtrüb, dezente Perlage. Schöner, kräftiger Schaum beim Eingießen, aletypisch bleibt nur wenig auf Dauer davon übrig. Geruchlich mild-, aber erkennbar aromahopfig. Leichte Malz- und Hefeanklänge. Vom Geruch her ist das tatsächlich ein Pale Ale. Da hüpft mir das Herz.

Geschmacklich ist die Freude leider weniger groß. Der Aromahopfen hat sich auf den Geruch beschränkt – im Mund ist nur noch ein Hauch von der Fruchtigkeit schmeckbar. Dafür tritt eine herbe Bitterkeit an seine Stelle, Hefegeschmack. Wir sind doch nicht bei einem Pale Ale, sondern bei einem Pils oder Zwickel. Ein etwas dumpfer Charakter stört mich sehr. Muss daher zügig getrunken werden, denn mit steigender Temperatur wird die Hopfen Perle immer dumpfer und seichter.

Wadgasser Klosterbräu Hopfen Perle Glas

Mittellanger Abgang mit Hopfenaromen, leichter Mundtrockenheit. Sehr erfrischend, wenn gut gekühlt, aber ein bisschen langweilig und mit dieser seltsamen Stumpfheit, die die Mundporen verstopft, als hätte man einen Belag darauf.

Schade, ich hatte mir da mehr erhofft, aber das ist halt genau das, was passiert, wenn ein Brauer, der jahrzehntelang nur Pils und Export hergestellt hat, plötzlich auf den fahrenden Craftbierzug aufspringen will, und gleichzeitig auch noch die pilsfanatische Bestandskundschaft mit glücklich machen will. So landet die Hopfen Perle bei mir in Mixgetränken, wie dem Weissen Sour.

Weissen Sour


Weissen Sour
2 oz Bourbon (z.B. Old Grand-Dad Kentucky Straight Bourbon)
¾ oz Zitronensaft
¼ oz Zuckersirup
1 Barlöffel Orangenmarmelade (z.B. von Zuegg)
2 Spritzer Orange Bitters (z.B. von The Bitter Truth)
Auf Eis shaken, dann aufgießen mit…
2 oz Wadgasser Klosterbräu Hopfen Perle

[Rezept nach Kevin Diedrich]


Immerhin – die Brauerei Bruch macht auch das für mich persönlich beste saarländische Bier, das Bruch Zwickel. Dieses würde ich dann auch dem Bierfreund, der sich fürs Saarland interessiert, eher ans Herz legen.