Weltenburger Kloster Titel

Bier für die Welt – Weltenburger Biersortiment

Das Klosterleben bietet nicht nur Entbehrungen. Schon immer waren Klöster auch ein Zentrum der Genusskultur, selbst wenn es zunächst erstmal so nicht beabsichtigt war – und Bier war dabei ein wichtiger Faktor. Und in der „ältesten Klosterbrauerei der Welt“ (so die Werbung), die dem um 617 gegründeten Kloster Weltenburg angeschlossen ist, wird seit fast 1000 Jahren, eine unglaubliche Zahl, Bier gebraut.

In einem Anfall von Bierlust habe ich mir 5 Sorten des Biers aus dieser ehrwürdigen Quelle zapfen lassen. Statt sie einzeln vorzustellen, mache ich hier heute einmal zur Abwechslung eine Sammelverkostung: „Bier für die Welt“! Im Angebot dafür habe ich die Weltenburger Biere Barock Dunkel, Barock Hell, Urtyp Hell, Hefe-Weißbier Hell und Asam Bock. Als Nachtrag Anfang August kommt noch das Anno 1050 dazu; Mitte Oktober habe ich auch noch den Winter-Traum gefunden. Ein Jahr später, September 2017, bot ein Supermarkt bei uns schließlich das Dunkle Radler an.

Weltenburger Kloster 5 Biersorten

Ein Teil der Produkte wird in der Brauerei Bischofshof für Weltenburger nach deren Rezepten hergestellt. Inzwischen wird das Weltenburger auch in Lizenz in Brasilien hergestellt, als exklusives Spezialbier für den dortigen Markt. Weltenburger gehört spätestens damit zu den globalen Playern; mit 30.000 Hektolitern Ausstoß pro Jahr (inklusive Brauerei Bischofshof 200.000) allerdings nur imagemäßig, nicht mengenmäßig.

Genug des Vorgeplänkels; stürzen wir uns direkt ins Gefecht, und beginnen mit dem…

Weltenburger Barock Dunkel

„Das Beste Dunkel der Welt“, ausgezeichnet durch den World Beer Cup Gold Award in der Kategorie European Style Dark/Münchner Dunkel – Vorschusslorbeeren en masse. Ich gebe persönlich normalerweise nicht viel auf solche Auszeichnungen, denn in dieser Art von industriegesponserten Wettbewerben geht kaum ein Teilnehmer ohne Medaille oder lobende Erwähnung aus dem Rennen; man will es sich ja mit niemand verscherzen. Aber es zieht dennoch Blicke auf sich, anders wäre ich wahrscheinlich gar nicht zu diesem Bier, und damit dem Weltenburger Sortiment insgesamt, gekommen.

Weltenburger Kloster Barock Dunkel

Nun denn, schauen wir uns das prämierte Bier mal im Glas und Detail an. Wenn man das Weltenburger Barock Dunkel im Glas gegen das Licht hält, erstrahlt es in fantastischem Rubinrot, mit hennaroten Reflexen. Die Perlage ist erkennbar, aber zurückhaltend; die Schaumkrone schmal. Optisch schonmal ein voller Goldgewinner, in der Tat.

Röstaromen, Malz und ein Hauch Kakao, vielleicht sogar Kaffee meine ich zu erriechen; es erinnert geruchlich mehr an Stout als an das typische Schwarzbier. Nur leicht gekühlt, wie es sich für dunklere Biere gehört, nehme ich den ersten Schluck – cremig und wohlig füllt es den Mundraum aus. Sehr weich und zart. Schnell beginnt die Würze zu wirken; es ist nur wenig Süße vorhanden, stattdessen eine zartbittere Kaffeenote und deutlich überwiegende Malztöne. Hopfen wird hier offensichtlich viel eingesetzt, allerdings kein Aromahopfen wie bei den britischen Bierstilen, sondern rein für die Bitterkeit; Fruchtigkeit sucht man trotz Hopfen vergebens. Im Abgang ist es sogar minimal kratzig im Hals. All das aber in einer sehr gelungenen Gesamtkomposition eingebettet, ohne Rekordwahn.

Mit 4,7% abgefüllt in der Standardhalbliterflasche punktet das Weltenburger Barock Dunkel rein sensorisch wirklich ausgesprochen stark. Die Präsentation lässt deutlichst zu wünschen übrig; schade, dass ein so hervorragendes dunkles Bier, das es mit jedem angloamerikanischen Stout oder Extra Stout aufnehmen kann, und aromatischer ist als so manches Imperial Stout, das ich bisher verkostet hatte, dermaßen lieb- und fantasielos gestaltet verkauft wird.

Dennoch könnte dieses Bier zu meinem Standarddunkel werden. Preislich attraktiv, geschmacklich hervorragend, ideal zusammengestellt. Leider muss ich es über Onlineshops mit den entsprechenden Versandkosten bestellen, worunter das PLV sehr leidet. Dennoch ein brillantes bayerisches Bier, das man probiert haben muss. Wie sieht es da mit seinem helleren Kompagnon aus, dem…

 

Weltenburger Barock Hell

Das helle Gegenstück zum Barock Dunkel hat Weltenburger auch im Angebot, für alle die, die zwar kräftige Biere mögen, die dunkle Malzigkeit aber nicht so schätzen. Farblich denke ich mir beim Weltenburger Barock Hell: Wow. Strahlend, Safranfarben. Als Hinweis an die Hersteller: unfiltriert würde es allerdings noch besser aussehen und wahrscheinlich auch noch besser schmecken. Die wuchtige Schaumkrone beeindruckt, die Perlage ist sehr ausdauernd und optisch ansprechend.

Weltenburger Kloster Barock Hell

Geruchlich nehme ich einen metallischen Unterton wahr, dazu deutliche Hopfenwürze. Im Mund ist der Biertrinker überrascht: Sehr cremig, perfekt rund, hocharomatisch, würzig und dabei noch leicht fruchtig. Vor allem diese Cremigkeit kenne ich von keinem anderen Bier – das ist wirklich einzigartig und überraschend. Mit das beste Mundgefühl, das ich bisher bei einem Bier erleben durfte – absolut spektakulär.

5,6% bedeuten leicht erhöhten Alkoholgehalt, aber nichts außergewöhnliches. Ich finde das Bier wunderbar rund und herrlich abgestimmt: Süße und minimale Säure halten sich die Waage, erst im Abgang kommt eine gewisse, aber zurückgenommene Bittere zum Vorschein. Das ist ein absolut perfektes Bier, an dem ich nichts auszusetzen habe. Auch dieses Weltenburger Bier muss man als Bierfreund probiert haben.

 

Weltenburger Urtyp Hell

Auch beim Urtyp Hell ist die Farbe durchaus hübsch anzusehen; dazu eine kräftige, großblasige Perlage und eine feste Schaumkrone. Als hätten die Weltenburger Braumönche einen Bierdesigner im Hause. Schöner kann ein Bier zumindest optisch nicht sein.

Weltenburger Urtyp Hell

Würzig, malzig, getreidig riecht das Bier. Einen Tick Hefe riecht man. Ein Anflug von Hopfenfruchtigkeit. Ich liebe diesen Geruch, der so absolut biertypisch ist, und dabei aber gleichzeitig die allermeisten Biere dieses Typs weit übertrifft.

Ich habe nun die besondere Eigenschaft, die die Weltenburger Biere vereint, gefunden: Das cremig-dichte Mundgefühl. Viele sehr hochwertige Biere, die ich verkoste, punkten durch viele tolle Besonderheiten, doch keins davon hat diesen kräftig-runden Körper wie die Weltenburger. Dazu kommt eine forsche Würze, eine überraschende Salzigkeit, ein etwas metallischer Beigeschmack, den ich grundsätzlich bei Bieren nicht mag, und eine dies aber wieder ausgleichende, sehr interessante nussige Komponente. Im Abgang dann der Wermutstropfen: eine seltsame Bittere, die nicht so recht zum Rest des Biers passt; insgesamt missfällt mir der Nachtrunk und trübt den ansonsten sehr positiven Eindruck etwas.

Dieses Bier passt hervorragend zum Essen, das Steak mit Kräuterbutter und Salzkartoffeln, das ich dazu verspeiste, wurde perfekt ergänzt durch das Weltenburger Urtyp Hell, und mit 4,9% ist es auch nicht zu stark, so dass man auch durchaus zwei davon am Abend trinken kann. Als alleinstehendes Bier zum Genießen würde ich mir allerdings ein anderes aussuchen.

 

Weltenburger Hefe-Weißbier Hell

Schauen wir uns mal andere Bierstile an, die Weltenburger noch anbietet. Keine bayerische Brauerei, die was auf sich hält, kommt ohne ein Hefeweizen (im bayerischen Sprachgebrauch gern Weißbier genannt) aus.

Weltenburger Kloster Hefe-Weißbier Hell

Eine sehr feinporige Schaumhaube gefällt zunächst, durch die aber kaum ein Geruch dringt; Hefe und eine kleine, aber undefinierte Fruchtwolke ist das einzige, was ich rieche.

Hm, tatsächlich findet man diese etwas überraschende Aromalosigkeit dann auch im Mund vor. Eine Kohlensäure-Kante ist da, und das typische, cremige Weltenburger Mundgefühl auch, aber von der aromatischen Seite betrachtet bin ich etwas fassungslos, wie neutral dieses Hefeweizen schmeckt.

Das enttäuscht im Vergleich zu den anderen bisher verkosteten Klosterbieren extrem. Diese Rezension wird sehr kurz, einfach weil mir die Worte fehlen und mir die Synonyme für „Leere“ ausgehen. 5,4 geschmacksarme Prozent hinterlassen einen ratlosen Tester.

 

Weltenburger Kloster Asam Bock

Nein, mit der Widmung hier ist nicht die nordindische Provinz Assam gemeint, aus der kräftiger Schwarztee stammt, sondern die Brüder Asam. Heute würde man sagen, Kirchendesigner, die in vielen süddeutschen Städten spätbarocke Kirchen bauten und ausstatteten. Ihnen zu Ehren erhält das stärkste Bier dieser Verkostungsrunde seinen Namen.

Weltenburger Kloster Asam Bock

Tiefdunkel, mit tiefroten Reflexen, wenn man das Glas gegen das Licht hält, und kurz davor, blickdicht zu sein. Eine hauchdünne Schaumkrone, die sich nach wenigen Minuten komplett aufgelöst hat – wenn man es so betrachtet, erinnert es an einen Teich, in dem Fische die Oberfläche ab und an von unten anstupsen – das sind dann die wenigen kleinen Kohlensäureblasen, die aufsteigen. Optisch ist das Weltenburger Kloster Asam Bock schon eine Nummer für sich, und man könnte es für ein Schwarzbier halten.

Doch der Geruch ist äußerst bocktypisch – wie ein Glas voll rostiger Nägel hat es diesen Eisencharakter, den ich persönlich nicht wirklich mag. Mit einiger Zeit im Glas übernimmt eine malzige Komponente den Geruch dann, und bringt das Bier geruchlich in eine Stout-Richtung.

Geschmacklich gilt dann auch eher letzteres. Ein sehr dunkler, malziger Geschmack, mit klar erkennbaren Röstaromen. Ein Hauch Espresso und angebrannter Karamell, leichte Holzkohle und eine minimale Fruchtigkeit ergänzen sich zu einem spannenden Gesamtbild, das eine kräftige Bitterkeit, und gegen Ende eine starke Würze, in sich trägt. 6,9% liefern dabei auch einen ordentlichen Bums ab, den man nicht unterschätzen sollte bei einer Füllmenge von 0,5 Liter – ein Fläschchen davon, und man spürt es! Inzwischen freue ich mich auch auf das Markenzeichen der Weltenburger Biere, diese unglaubliche Cremigkeit im Mund. Mich würde wirklich interessieren, was es ist, das die Brauer tun, um dieses herausragend angenehme Mundgefühl zu erzeugen, und warum ich das bei anderen Bieren so selten entdecken kann.

 

Nachtrag 03.08.2016: Weltenburger Anno 1050

So, nach einiger Zeit hatte ich das Glück, das Weltenburger Anno 1050 in einem Getränkemarkt in Saarbrücken in einer dunklen Nische zu finden – man muss manchmal ein bisschen stöbern, um das Gute zu entdecken, das doch so nah liegt! Darum gibt es jetzt hier einen Ergänzungseintrag für dieses Bier.

Weltenburger Anno 1050

Im Glas erfreut es mich mit schöner Bronze, sehr typisch für ein Märzen. Der bereits von den anderen Weltenburger Bieren bekannte schöne, weiche, feine Schaum bleibt lange erhalten. Ich rieche aus dem Glas eine heuige Note, viel Getreide, dunkles Malz und einen leichten Pferdestallduft. Nicht unangenehm.

Erneut, wie schon bei den anderen Bieren, sahnig-cremig im Mundgefühl. Dazu kommt eine kräftige Würze, die nicht aufdringlich, aber effektiv wirkt, und mit einer recht zurückhaltenden Bittere ergänzt wird: Herkules, Perle und Tradition dienen als Anstifter dafür. Aromen sind eher rar gesät, eine leichte Frucht vielleicht, Hefe und Heu. Perfekte Rezenz und schöne Karbonisierung sorgen für ein sehr rund und ausgewogen wirkendes Bier; 5,5% Alkohol merkt man bei der Maulseide nicht. Der Abgang fällt etwas ab, er ist sehr kurz und etwas bedeutunglos – dennoch kann er dem ansonsten durchweg positiven Gesamteindruck des Anno 1050 nichts mehr abkratzen. Ich muss schnell weg, die letzten Flaschen davon aus dem Getränkemarkt retten, bevor sie jemand anders mir wegschnappt – ein tolles Bier.

Nachtrag 11.10.2016: Weltenburger Winter-Traum

Weltenburger war das „Bier des Monats Oktober“ im Globus Saarbrücken, und man konnte es im sortengemischten 6er-Tragerl erwerben. Darunter auch der Winter-Traum, der mir in meinem Sortimentstest noch gefehlt hatte – er ist wohl nur zur Winterzeit erhältlich (dazu gehört heutzutage natürlich Oktober schon dazu). Keine Frage, dass ich da zuschlagen musste. Wie man auf dem Foto sieht, war ich von den Bieren so begeistert, dass ich mir noch einen Drittelliter- und Halbliter-Bierseidel von Weltenburger zugelegt habe.

Weltenburger Kloster Winter-Traum

Entsprechend wird der Winter-Traum nun direkt aus dem passenden Glas getrunken. Als erstes fällt der superfeine, langlebige Schaum auf. Dunkles Bronze, starke Perlage. Der Geruch ist sehr malzig, mit leicht säuerlicher Zitronennote.

Dass die Weltenburger Biere allesamt weich und rund sind, das muss ich langsam nicht mehr betonen. Auch der Winter-Traum macht da keine Ausnahme. Mildmalzig, wenig bitter, zarthopfig. Ein sehr zurückhaltendes, mildes Bier. Mittlere Rezenz, dazu schöne Säure. Auch hier wieder – ein herrlich komponiertes Bier. Der Abgang bleibt kurz, mit dunkler Würze und leichter Salzigkeit. 5,4% machen auch keinen dicken Kopf.

Wirklich fein, gerade die Milde ist attraktiv – da ist keine harte Kante im Bier, das ist was flauschiges für den Winterabend vor dem Kamin (oder, wie bei mir, der Kaminfeuer-DVD).

 

Nachtrag 01.10.2017: Weltenburger Dunkles Radler

Das erste Bier von Weltenburger, das ich in der Dose kaufe. Ich trinke es aber nicht direkt daraus, sondern gieße es in ein Glas. Darin sehe ich kaum etwas an Schaum – die Limo zieht ihn wohl ab. Etwas Perlage ist immerhin erkennbar. Auch geruchlich ist da nichts bieriges mehr, aber auch sonst nicht viel.

Weltenburger Dunkles Radler

Der Geschmack ist flach, süß und etwas pappig – wie bei vielen industriell hergestellten Radlern wird eine viel zu zuckrige Limonade eingesetzt, die es der Bierbasis schwer macht. Man kann das dunkle Weltenburger noch herausschmecken. Man muss es schon gut gekühlt trinken, idealerweise sogar aus dem Gefrierfach, dass es Spaß macht – so ist es gut erfrischend, auch dank der kräftigen Säure der Limo, hat aber dennoch nicht mehr wirklich viel mit Bier zu tun. 2,3% Alkoholgehalt bleiben nach der Vermischung übrig.

Meine persönliche Meinung – man kaufe sich lieber eine Flasche des dunklen Originals, und mische sich das Radler selbst, mit einer nicht ganz so süßen, charakterlosen Limo. Die Dosen des Dunklen Radlers jedenfalls werde ich in Zukunft, auch wenn ich Weltenburger Bier sonst sehr mag, eher stehenlassen.

 

Fazit

Alle diese Biere sind für jeweils knapp 1,50€ erhältlich, und weisen damit ein, so meine ich, extrem gutes Preisleistungsverhältnis auf. Gerade die Barock-Biere, und mit Abstrichen das Bockbier, sind für mich absolut herausragende Vertreter ihrer Gattung und gehören auf den Speiseplan jedes Bierfreunds.

Neben den hier heute vorgestellten Sorten bietet Weltenburger auch noch weitere an: Kellerbier, Hefe-Weißbier Dunkel, Weißbier Alkoholfrei, und Pils werde ich mir noch irgendwann organisieren und eine zweite „Bier für die Welt“-Verkostungsrunde starten, beziehungsweise diesen Artikel immer weiter ergänzen.

Zum Ende des Artikels möchte ich nochmal meine Liebe zu Biercocktails betonen. Letztlich sind alle Weltenburger Biere aufgrund ihrer oben beschriebenen Eigenschaften perfekt geeignet für Biercocktails. Und so habe ich mir vom Weltenburger Kloster Asam Bock ein paar Schlückchen aufgehoben, und sie in einem recht deftig-aromatischen Cocktail untergebracht. Vorsicht, das ist nichts für schwache Nerven oder empfindliche Geschmackssinne – das ist ein salzig-scharfer, würziger Bierbomber!

Asam Bock Beer Cocktail


Asam Bock Beer Cocktail
2 oz Vodka (z.B. Grasovka Vodka)
½ oz Holunderlikör (z.B. The Bitter Truth Elderflower Liqueur)
½ oz Limettensaft
½ oz Zitronensaft
1 Teelöffel Honigsirup (1:1 Honig und Wasser)
½ Barlöffel scharfe Sauce (z.B. Tabasco, aber bitte nichts mit Knoblauchzusatz!)
…mit 3 oz Weltenburger Kloster Asam Bock aufgießen…
…und in einem Glas mit Eis und Salzkruste servieren


Am Ende doch noch etwas Kritik: Alle Biere dieses Herstellers sind mit Informationen auf dem Etikett extremst sparsam. Das übliche Reinheitsgebot-Geblubber fehlt dagegen nicht; scheinbar ist dieses Gebot das wichtigste, was die Bierwelt hervorgebracht hat, und weit abgeschlagen kommt dann irgendwann der Geschmack. Man erfährt schließlich absolut nichts über das Bier, weder über Herstellung noch Geschichte oder wenigstens Geschmackshinweise, weil das Etikett mit  Inhalts- und Gebrauchsangaben in 10 Sprachen zugekleistert ist. Schade – das bringt der internationale Vertrieb aber wohl mit sich, dass man sich mit bürokratischen Zwängen statt mit dem Produkt auseinandersetzen muss. Das machen die Craft-Brauereien sehr viel besser – und bieten vielleicht ein bisschen Nachdenkpotenzial bei Weltenburger, dass auch das Auge mittrinkt.
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3 Gedanken zu “Bier für die Welt – Weltenburger Biersortiment

  1. Zum PLV: Mindestens das Weltenburger Barock Dunkel habe ich hier (im Norden von Rheinland-Pfalz, also nicht sooo weit weg vom Saarland) schon des öfteren im Norma (Sonderaktion) gelistet gesehen und meist dann auch die eine oder andere Steige mitgenommen.

    Zum Cocktailvorschlag: Da ich ein großer Freund von bierbasierten Cocktails oder Bowlen bin, werde ich mir Deinen Rezeptvorschlag in nächster Zeit einmal genüßlich zu Gemüte führen.
    Ich erlaube mir, einen kleinen Gegenvorschlag für eine süffige Bier-Bowle einzureichen, den ich vor ein paar Jahren für das Barock Dunkel entwickelt habe und der im Bitburger-fanatischen Bekanntenkreis doch beachtlich viele Wagemutige nachhaltig überzeugt hat:

    Eine Grundmenge (beliebig erweiterbar):

    0,5l Weltenburger Barock Dunkel
    1 oz Sambuca
    1/2 oz Limettensaft
    5 oz roter Traubensaft
    Garnierung: Traube-Chili-Spieß

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