Smoke am Freitag – Drew Estate Kentucky Fire Cured Muwat Chunky

Drew Estate Kentucky Fire Cured Muwat Chunky Titel

Die Verwechslungsgefahr ist groß – ich dachte erst, der Südstaatencolonel hat neben panierten Hühnchen nun auch eine Zigarrenreihe herausgebracht. Doch der Tabak der Drew Estate Kentucky Fire Cured Muwat Chunky wird nicht frittiert, sondern geräuchert, die grundsätzliche BBQ-Richtung stimmt daher trotzdem. Der in der Einlage enthaltene Kentucky– und Virginia-Tabak erhält dieses Holzrauchverfahren, verbunden wird das mit ungeräuchertem nicaraguanischem Tabak, um das Brandverhalten zu verbessern. Ein San-Andrés-Deckblatt aus Mexiko verdeckt das alles dann, hergestellt komplett a mano. Diese Reihe ist natürlich in mehreren Größen erhältlich, ich mag meine Zigarren eher kompakt, darum habe ich mich zunächst für die Chunky entschieden – das ist letztlich ein Petit-Robusto-Format.

Die Farbe ist dunkelbraun bis torfbraun, sehr attraktiv und sauber gewickelt mit schöner Blattaderstruktur im Deckblatt. Sie gibt auf Druck gut nach, fühlt sich weich an. Eine passende, einfache Banderole, auch in Brauntönen gehalten, minimalistisch mit praktisch keinen dekorativen Elementen. Insgesamt wirkt die KFC Chunky dadurch sehr bodenständig, aber genau darin extrem hochwertig in der Optik.

Drew Estate Kentucky Fire Cured Muwat Chunky

Im kalten Zustand hat man tatsächlich sehr viel Räucherspeck und Röstmalz in der Nase, das ist für eine Zigarre ungewohnt. Kohle, Torf, feuchte Erde, aber auch eine leichte Pferdeschweiß- und Urinnote. Zünden wir sie an!

Der Zug ist gut, vielleicht einen Tick schwerer, als er sein müsste. Der Rauch ist dann aber direkt sehr aromatisch und voll, geröstete Nüsse, Kohlestaub, mit einem sehr süßen Unterbau, hier nun gar nicht mehr speckig. Herb, aber insgesamt vom Gesamteindruck trotzdem mild, bei eher mäßigem Rauchvolumen. An den Lippen bleibt deutlich ein süßbitterer Geschmack.

Im Verlauf wird die KFC Chunky weiter herber, noch würziger, pikanter, dunkler, ohne dabei aber je kratzig oder starkpfeffrig zu werden. Hier entwickelt sich auch das Rauchvolumen dann etwas zum Positiven.

Ein gerader Abbrand (bei meinem Exemplar mit deutlichen Ausreißern gegen Ende) sorgt für einen hübschen, stabilen Aschestand. Eine Dreiviertelstunde habe ich gemütlich daran geraucht.

Eine für meinen Geschmack sehr angenehme Zigarre, aromatisch eigentlich genau meins, nicht zu pfeffrig, aber vor allem nicht zu süß, und was mir besonders gefällt ist der unterhaltsame Spannungsbogen vom speckigen Geruch zum eher trockenen Geschmack. Der Zug ist etwas zu schwer, das ist der einzige Kritikpunkt, den ich habe – ich habe noch die Flying Pig aus der gleichen Serie im Humidor liegen, und die Chunky hat sich sicherlich einen festen Platz darin verdient.

Veröffentlicht von schlimmerdurst

Hüte dich vor denen, die nur Wasser trinken und sich am nächsten Tag daran erinnern, was die anderen am Abend zuvor gesagt haben.

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