Freches belgisches Früchtchen – Lindemans Framboise Lambic Beer

Für Verfechter des Deutschen Reinheitsgebots ist es ein Graus, für alle, denen Geschmack wichtiger ist als fragwürdige Regeln aus dem 16. Jahrhundert, eine weite Welt der Gaumenfreuden: Belgisches Fruchtbier. Ein Beispiel für diese Bierarten ist Lindemans Framboise Lambic Beer – ein Bier mit Himbeergeschmack.

lindemansframboise-flasche

Wie zu erwarten war, ist direkt beim Eingießen schon ein sehr starker Himbeergeruch vorhanden. Genauso der Geschmack: Superfruchtig, nur leicht erkennbarer Bierhintergrund. Auf der Zunge ist das Himbeerbier sehr süß, am Gaumen dann sehr sauer. Optisch weiß das Bier auch sehr zu gefallen: ein hübscher rosa Schaum krönt das Bier mit seiner auffälligen, dunkelroten Farbe. Fast blickdicht und erfrischend feinperlend überzeugt es mich auf ganzer Linie.

lindemansframboise-glas

Wie schon gesagt, das ist ein Fruchtbier, das fast keinen Biergeschmack hat. Nun mögen manche, durchaus zu recht, hinterfragen, wozu man dann überhaupt ein Bier trinkt, wenn es gar nicht nach Bier schmeckt. Um diese Frage zu beantworten, muss für mich persönlich unterschieden werden, ob es sich um ein künstlich aromatisiertes Biermixgetränk (also ein Bier, das nach dem Brauprozess einfach nur mit künstlichen Aromen verändert wird) oder ein echtes Fruchtbier handelt (bei dem die Frucht, teilweise in ganzen Stücken oder zumindest als Natursaft, schon im Reifungsprozess verwendet wird). Der Unterschied ist meines Erachtens schmeckbar: Biermixgetränke haben einen künstlichen, dünnen Geschmack, während echte Fruchtbiere erkennbar nach der Frucht schmecken, und zwar üppig.

Für das Lindemans Framboise wird 30% Himbeersaft verwendet, das Endprodukt hat 2,5% Alkohol. In 25cl-Fläschchen abgefüllt ist das auch die ideale Dosis; eiskalt sollte man es trinken, um den erfrischenden Effekt am besten auszunutzen. Dazu passt perfekt ein belgischer Brotkuchen, mit Spinat und Käse überbacken.

lindemansframboise-brüsselerbrotkuchen

Belgische Lambic-Biere sind dahingehend besonders, dass sie keinen gezüchteten Hefezusatz zur Fermentierung benötigen; sie ziehen sozusagen die natürlichen Hefen, die sich in der belgischen Luft befinden, an, und vergären die Maische in Spontangärung. Lambic-Biere haben daher wohl oft einen sehr regionalen Charakter. Ein Grund mehr für mich, in Zukunft öfters belgische Biere zu verkosten!

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