Wahrhaft kaiserlicher Biergenuss – Camba Bavaria Imperial IPA

Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Biersorten ich bisher verpasst habe. Nachdem ich nun IPAs und Stouts verkostet habe, tritt nun schon wieder ein neuer Spieler auf die Bühne: Das Imperial IPA. Von manchen Herstellern auch Double oder Extra IPA benannt, passt die Bezeichnung „Imperial“ eigentlich schon gut: Das ist die Kaiserkrone des Ales.

CambiaBavariaImperialIPA

Der Craft-Beer-Brauer Camba Bavaria aus Oberbayern hat mit dem Imperial IPA eine dieser Biersorte ausgesprochen würdige Marke hervorgebracht. Ein unglaublich aromatisch-fruchtiger Geruch nach Zitrusfrüchten hüpft aus dem Glas und kitzelt die Nase auf angenehme Weise. Die kräftige Kupferfarbe, gekrönt von nur dünnem Schaum, lässt schon ahnen, worauf wir uns da einlassen.

Und die Nase hat sich nicht getäuscht: Als würde man Grapefruitsaft pur trinken. Ein extrem knackiger Bums lässt mich staunen, da merkt man echt, dass man was im Mund hat. Wunderbar erfrischend, bei guter Kühlung, füllt das Bavaria Imperial IPA den Mund mit einem fruchtig-hopfigen Zitrusfrucht-Biergeschmack, den ich in dieser Intensität sonst noch nirgends schmecken durfte. Gerade die umwerfende Bitterkeit, selbst für ein IPA, ist ein Traum. Während andere Biersorten auch bitter sind, wird bei ihnen die Bitterkeit oft von Schärfe oder einer Kratzigkeit begleitet. Nicht so bei diesem Bayern: Mild, weich, rund. Keine Spur von Rachenkratzen. Und am Ende ein sehr langandauernder Nachgeschmack nach Grapefruit, ganz ohne Aromastoffe, rein natürlich aus dem Hopfen.

8,4% Alkohol und 19,9% Stammwürze gehen sogar über ein Doppelbock hinaus, und das sollte man beim Trinken berücksichtigen: Das Zeug steigt schnell zu Kopf, ohne dass man es gleich merkt. Der Drittelliter in der Standard-Bierflasche zum Mittagessen ist jedenfalls schon ausreichend, um mich schnell dazu zu bringen, mich zügig aufs Sofa zu einem Mittagsschläfchen zu legen.

Das Etikett ist, wie bei diesen modernen Sorten üblich, nicht mit der steifen Popanzetikettiererei der konventionellen Bierhersteller vergleichbar; der Hersteller nutzt die Farben, um die unterschiedlichen Biersorten auf den ersten Blick klarzustellen. Vielleicht ein bisschen zu übertrieben für meinen Geschmack ist das Design.

Ganz klar: Das Camba Bavaria Imperial IPA ist das beste IPA, das ich bisher verkostet habe. Ein Bier, das ich bedenkenlos weiterempfehlen kann, und das mit rund 2€ die Flasche noch nicht einmal übermäßig teuer ist. Man muss also nicht unbedingt in die USA, die Heimat des Imperial IPA, schauen, um sich einen herausragenden Vertreter dieser spannenden Biersorte in den Kühlschrank zu holen. Das Gute liegt oft näher, als man denkt!

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