Archiv für den Monat Dezember 2015

Let’s have a hefeweizen in the beer garden – Sierra Nevada Kellerweis Hefeweizen

Viele beschweren sich immer darüber, dass Anglizismen unseren Sprachgebrauch inzwischen dominieren. Ich will wirklich kein fingerpointing betreiben, aber bei mir im Beruf ist es oft besonders schlimm: Im Endgame liegen die Nerven blank, und selbst tolle Achievements werden dann schnell geskippt, weil der Forecast auch nicht so awesome ist. Bullshit Bingo ist dann der liebste Zeitvertreib während so manchem Meeting.

Manchmal geht es aber auch in die andere Richtung. Neben den Germanismen, die die englische Sprache schon seit langer Zeit aufweist, wie Kindergarten, Gesundheit, Sauerkraut, Poltergeist oder Rucksack, hat sich auch eine urdeutsche Biergattung ins Herz und die Bezeichnung dafür in die Sprache der Amerikaner geschmuggelt: Das leckere Wort Hefeweizen.

Wie man auf dem Etikett des kalifornischen Sierra Nevada Kellerweis Hefeweizen erkennen kann, haben die Amis mit solchen Übernahmen herzlich weniger Probleme als wir, sie mögen solche Wörter, die sie an ihre Ursprünge erinnern (immerhin 50 Millionen Amerikaner können sich auf deutsche Wurzeln berufen) scheinbar sogar so sehr, dass sie das Bier mit einem seltsamen anglizierten Deutsch benennen.

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Auch wenn man sich in exotischen Herstellungsgefilden, was Hefeweizen angeht, wähnt: Die Farbe dieses Biers ist, wie man es von einem Hefeweizen gewohnt ist: ein strahlendes Saftgold. Man hört auch das sehr kräftige Blubbern im Glas.

Die Nase ist schön fruchtig und frisch, leicht blumig und leicht hefig. Ein wirklich ansprechender Anfang – von dieser Aromatik können sich ein Großteil der deutschen Hefeweizen eine Scheibe abschneiden. Im Mund kommt dann die amerikanische Interpretation des Weizen zum Vorschein: eine gute Bittere, kein Wunder bei den hopfenverliebten Amis, und eine knackige Frische. Ein deutlich erkennbarer Touch von Cognac oder Brandy gibt dem Kellerweis eine edle Note. Eine ungewöhnliche, aber sehr gelungenene und spannende Variante des altbekannten Biergartengetränks!

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Die sehr starke und ausdauernde Perlage weiß zu gefallen und ist einem Hefeweizen auch würdig, aber leider ist von Anfang an praktisch kein Schaum auf dem Bier, die herrliche Schaumkrone, die man vom deutschen Hefeweizen kennt, fehlt komplett (mit dem Eingießen von Hefeweizen kenne ich mich aus und schließe eine Fehlbehandlung daher aus).

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Die kleine 330ml-Flasche enthält natürlich nicht genug Bier für ein Standard-Halbliter-Hefeweizenglas, da kommt endlich mal das süße kleine Hacker-Pschorr-Weizenglas, das ich damals aus München mitgebracht hatte, zum Einsatz, das sonst ein tristes Dasein im Glasschrank fristet. Mit 4.8% Alkohol bewegen wir uns im sortentypischen Rahmen.

Erneut enttäuscht Sierra Nevada nicht. Bereits deren IPA, Stout und Barleywine waren Kronen der Bierbraukunst; das Kellerweis gesellt sich dazu. Wäre da nicht die leidige, vom weiten Import getriebene Preisfrage (3,50€ habe ich für das kleine Fläschchen latzen müssen), ich würde es zu meinem Haus- und Hofbier machen. So spare ich mir dieses tolle Bier für besondere Gelegenheiten auf – ich hoffe, es bald mal meiner etwas standardbierseligen Verwandschaft vorsetzen zu können.

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Die ganze Karibik in einer Flasche – The Bitter Truth Golden Falernum Spiced Rum Liqueur

Selten findet man eine noch allgemeinere Definition dessen, was ein Getränk ausmacht als bei Falernum: Es ist ein aromatisierter Sirup, usrprünglich stammend aus Barbados. Mehr Einigkeit gibt es erstmal nicht. Es gibt ihn mit und ohne Alkohol, mit den verschiedensten Gewürzen und Zutaten. Seine Farbe schwankt zwischen weiß und gold, er kann aber auch transparent sein. Nicht nur die Form, auch der Ursprung dieses karibischen Gebräus ist vielgestaltig und heutzutage kaum mehr auch nur ansatzweise verlässlich nachvollziehbar. Es ranken sich Legenden, Anekdoten und rationalistische Erklärungsversuche um den Namen, die wahrscheinlich alle falsch sind. Nur eins scheint klar: wie man den Namen ausspricht.

In der modernen Cocktailwelt, vor allem getrieben durch die Tiki-Welle, hat sich eine gemein gebräuchliche Form herauskristallisiert, die aus Rum, Aromaten (Mandeln, Ingwer, Nelken, Limette und andere) und Zucker besteht und eigentlich nun mehr ein Likör als ein Sirup ist. Das Golden Falernum Spiced Rum Liqueur von den Cocktailzutatenexperten von The Bitter Truth ist ein Paradebeispiel dafür, wie diese moderne Version eines Falernums aussieht und schmeckt.

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Ingwer, Nelken, Orangen. Selten hat man ein derart intensives Aroma nach diesen Ingredienzien in der Nase, nachdem man eine Flasche öffnet. Der Duft, der schon vor dem Öffnen leicht erahnbar ist, durchströmt direkt den ganzen Raum. Eine herrliche goldene Farbe glänzt und glitzert dann beim Einschenken, und alle Gerüche übertragen sich tatsächlich dann auch auf den Mund.

Ja, das ganze ist extrem süß, furchtbar süß, das gebe ich zu, doch diese Süße trägt den Ingwer, die Nelken und die Zitrusfrüchte wie eine Sänfte. Man kann das gewiss pur trinken, gekühlt, und Gäste werden überrascht ins Glas schauen, wenn sie das zum Dessert serviert bekommen.

Doch das Haupteinsatzgebiet ist die Mixologie. Ein Cocktail, in dem dieses Falernum die seine nicht zu unterschätzende Kraft zeigt, ist der herrlich körpervolle Port Antonio. Schon der wenzige Schlock einer Viertelunze reicht aus, um den gesamten Cocktail mit geheimnisvollen Gewürznoten und üppiger Süße auszustatten.

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Port Antonio
1 oz Heller Rum (z.B. Hampden Estate Gold Jamaica Rum)
½ oz Dunkler Rum (z.B. Havana Club Añejo 7 Años)
½ oz Limettensaft
½ oz Kaffeelikör (z.B. Kahlúa)
¼ oz The Bitter Truth Golden Falernum


Wie auch bei den anderen „Großflaschen“ von The Bitter Truth (relativ gesehen zu ihren Bitterflaschen mit 200ml oder weniger) erhält man hier ein fantastisches Produkt, das seinesgleichen sucht, und mit einer dezenten, aber wirkungsvollen Präsentation in einer eleganten Halbliterflasche mit üppig designtem Etikett. 18% Alkohol weist das Falernum des Münchner Herstellers auf; die Menge ist ausreichend für eine enorme Anzahl an Cocktails.

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Wer Tiki-Drinks mag, kommt um dieses wunderbare Getränk, was auch immer es sein mag, nicht herum; es featured in gefühlten 90% aller Cocktails der großen Tiki-Cocktailikonen Beachbum Berry, Trader Vic oder Don the Beachcomber und ist damit sozusagen das für Cocktails, was Samuel L. Jackson für Kinofilme ist.

Schneider Weisse Tap 6 Titel

Zapfhahn No. 6 tropft – Schneider Weisse TAP6 „Unser Aventinus“ Weizendoppelbock

Bayern ist in Bezug auf Bier ein erzkonservativer Staat. Innovativen Bierkünstlern wird jeder auch nur ansatzweise erdenkliche Stein in den Weg gelegt, um den Popanz des Reinheitsgebots aufrecht zu erhalten (und ganz nebenbei die bestehende Industriebierproduktion zu schützen). Es ist ein Wunder, dass es dennoch immer wieder neue, kreative Ideen im bajuwarischen Bierbereich gibt, die aus dem engen Spielraum, den das Lebensmittelgesetz bietet, das beste herauszuholen vermögen.

Die bayerische Brauerei Schneider Weisse beispielsweise stellt diverse Interpretationen von Weißbier her. Jede Sorte wird mit dem Begriff „Tap“ und einer Kardinalzahl versehen, eine Anspielung auf eine Abfüllmethode per Zapfhahn (engl. „tap“). Gemeint ist damit natürlich eine Rezeptur – wie man an Jack Daniel’s Old No. 7, George Dickel No. 12 oder auch Chanel N°5 sieht, ist das eine beliebte Vorgehensweise bei rezeptbasierten Produkten. Mit dem Untertitel „Aventinus“ des Schneider Weisse TAP6 „Unser Aventinus“ widmet die Brauerei dieses Spezialitätenweißbier, das offensichtlich dem sechsten Zapfhahn entflossen ist oder, wahrscheinlicher, die sechste Rezeptur im Brauerkatalog darstellt, dem bayrischen Geschichtsschreiber Johannes Aventinus.

schneiderweissetap6

Nach dem Eingießen in mein schönes Spiegelau-Witbier-Glas freue ich mich normalerweise über das Strahlen der Farbe des Biers. Beim TAP6 gefällt mir ehrlich gesagt die Farbe nicht so sehr – eine etwas undefinierte braune Brühe, es erinnert mich an Colaweizen. Den anfangs vorhandenen Schaum hört man laut zischen, doch sehr schnell ist er vom Bier verschwunden. Die Resthefe aus der Flaschengärung war bei mir schon etwas bröckelig und landete, wie auf dem Foto zu sehen, unten im Glas.

Ein nussig-malziger Geruch mit leichte Hopfennote, minimal blumig, ist ungewohnt für ein Weizen. Kaffee- und Röstaromen erkenne ich, aber bei weitem nicht so stark wie bei einem Stout. Der Antrunk ist blumig, leicht fruchtig. Schnell drängen sich aber die Hauptkomponenten in den Vordergrund: Malzig, süß, cremig, etwas speckig, deutlich rauchig. Mit Verweildauer im Mund kommt eine dezente Bitterkeit, die im Abgang dann immer stärker wird. Etwas holzig, am Ende recht trocken. Im Vergleich zu einem Hefeweizen ist die Malzigkeit stark ausgeprägt. Der Erfrischungseffekt ist ein ähnlicher, der Geschmack ist aber insgesamt nicht so helltönig wie bei einem hellen Hefeweizen.

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Bei 8,2% wird das TAP6 als Weizendoppelbock eingestuft. Mit Hallertauer Tradition und Magnum wird gehopft, so dass es 16 IBU erreicht. Abgefüllt sind 500ml in einer Standard-Bierflasche mit konventionell gehaltenem Etikett.

Ein Bier, das experimentierfreudige Biertrinker auf jeden Fall ausprobieren sollten. Doch nach dem Probieren steht zumindest für mich fest: Die anderen Zapfhähne (wie zum Beispiel TAP7, das in meinem Bier-Adventskalender enthalten ist) werden eine Chance bekommen, und Hahn No. 6 wird sich andere Gläser suchen müssen als meins.

Knob Creek Bourbon Titel

Garantiert kein Hochstapler – Knob Creek Kentucky Straight Bourbon

„Klein“ ist eigentlich kein Wort, das die Amerikaner kennen. Und wenn sie es dann doch verwenden, dann meist in einem anderen Interpretationskontext als wir Europäer. Entsprechend muss man auch die in den vergangenen Jahren immer beliebtere Herstellungsmethode des Small Batch verstehen, mit der auch der Knob Creek Kentucky Straight Bourbon produziert wird.

Wir anspruchsvollen Konsumenten wollen uns einfach gern ein bisschen bauchpinseln lassen: Eine als „klein“ gekennzeichnete Abfüllung fühlt sich irgendwie an wie eine kleine, aber feine, edle Sonderdestillation, extra für uns, um uns vom Massenmarkt abzugrenzen. Dabei ist der Whiskey, der sich in dieser Flasche befindet, ein enger Verwandter des Whiskeys, den man für deutlich weniger Geld in der weißgelabelten Jim-Beam-Massenflasche kaufen kann – er läuft in der Regel sogar aus derselben Destille.

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Es geht aber beim Small-Batch-Verfahren nicht darum, ein anderes Destillat, oder auch nur absolut gesehen kleine Mengen in Flaschen abzufüllen; die „kleine Charge“ bei Unternehmen wie Jim Beam, aus dessen Lagerhäusern dieser Whiskey stammt, ist wahrscheinlich größer als die Hauptabfüllung vieler schottischen Whisky-Unternehmen. Die Besonderheit beim Small-Batch-Verfahren liegt allein in der Fassauswahl aus den riesigen Lagerhäusern des Konzerns: Für die Abfüllung wird ein relativ gesehen kleinerer Satz von besonders ausgewählten Fässern geblendet, als für die Massenabfüllung.

Dass dabei nicht die Fässer, die die Zeit nicht so gut überstanden haben, herausgesucht werden, sondern die, von denen sich der Master Blender etwas verspricht, sorgt dafür, dass man im Small-Batch-Whiskey dann eben doch einen aromatischeren, reiferen und edleren Geist erhält, als in den Massenabfüllungen, bei denen eine solche Prüfung nur dahingehend stattfindet, dass man die guten Fässer gar nicht erst dafür hernimmt.

Es gibt keine Regelung, ab welcher Menge man von Small Batch reden kann; für manche Hersteller ist es Small Batch, wenn beispielsweise statt 100 Fässern pro Abfüllvorgang nur 50 verwendet werden; bei anderen ist das Verhältnis extremer. Leider erfährt man praktisch nie, wieviele Geschwister pro Abfüllung die vor einem stehende Flasche eines Small-Batch-Whiskeys hatte. Wer Glück hat, holt sich wenigstens noch die „alte“ Abfüllung mit der „aged nine years“-Altersangabe; ansonsten muss man zur „patiently aged“-NAS-Flasche greifen, die laut Kennern ein bisschen an Aroma eingebüßt haben soll.

Knob Creek Old and New

Ignorieren wir für eine Weile nun die Familienverhältnisse des Knob Creek Kentucky Straight Bourbon und wenden uns seinem Duft zu: Kräftiges Aroma, viel Vanille: Bourbon in Reinkultur halt. Leichte Trockenfrucht, und ein schwerer Blumenduft, wie bei Lilien vielleicht.

Die 50%, die dieser Whiskey dankenswerter Weise aufweist, kommen schon deutlichst erkennbar im Mund zum Vorschein, pure Würze und Alkohol schießen vor. Ölig, schwer und mundausfüllend lässt er den Whiskeyfreund vor Freude taumeln, bis beim Abklingen ein Überschwall an Vanille, süßem Obst und feinen Gewürzen den Geschmacksreigen komplettiert.

Selbst nach dem Abgang verbleibt der Knob Creek äußerst kräftig und sehr würzig am Gaumen; er ist definitiv nichts für Liebhaber eines weichen Drinks am Abend, denn danach hat kein anderes Getränk mehr eine Chance auf die ihm zustehende Würdigung. Ein Kribbeln bleibt sehr lange, selbst nach Minuten, auf der Zunge. Eine wahre Hornisse an Bourbon. Ich würde, auch wenn man Fünfzigprozenter sonst durchaus pur genießen kann, auf jeden Fall etwas Wasser zusetzen, damit auch die feineren, dezenteren Aromen, die ohne Zweifel vorhanden sind, zum Vorschein kommen können, ohne von der Wucht des ersten Ansturms überrannt zu werden.

So gewaltige Whiskeys sind allerdings auch ideal für Cocktails. Normalerweise würde das Rezept für einen Suburban nach Rye Whiskey verlangen. Doch der Knob Creek Bourbon ist so würzig, dass er jedem Rye das Wasser reichen kann. Warum ihn dann nicht in diesem tollen Cocktail verwenden?suburban-cocktail


Suburban
1½ oz Knob Creek Kentucky Straight Bourbon
½ oz Dunkler Rum (z.B. Vizcaya VXOP)
½ oz Tawny Portwein
1 Spritzer Orange Bitters
1 Spritzer Angostura


Wem diese Art von Whiskey schmeckt, sollte dringend auch die anderen Familienmitglieder des Small-Batch-Clans von Beam anschauen: Den direkten Namensbruder Knob Creek Straight Rye Whiskey, sowie die Cousins Basil Hayden’s, Booker’s und Baker’s Bourbon. Und auch andere Hersteller bieten feine Small-Batch-Produkte an, insbesondere möchte ich da auf den Four Roses Small Batch hinweisen, einen meiner Lieblingsbourbons.

Preislich nähern sich diese Sonderabfüllungen immer mehr der Standardware an; Überschaubare 25€ habe ich für die 700ml-Flasche des Knob Creek Kentucky Straight Bourbon bezahlt. Investieren auch Sie diese paar Euro mehr im Vergleich zu Standardabfüllungen: Man bekommt für nur wenige Extraeuros einen enormen Qualitätssprung, der sich für jeden Whiskeyfreund sofort bezahlt macht.

Die Arroganz der Macht – Carlos I Solera Gran Reserva XO Brandy de Jerez

Alter ist für viele braune Spirituosen ein wichtiger, qualitätsbestimmender Faktor, weswegen die Hersteller sich gern mit allerlei Altersbekundungen auf Flaschenetiketten überschlagen. Manchmal, wie beim Carlos I Solera Gran Reserva XO Brandy de Jerez (ausgesprochen wird der erste Namensteil übrigens korrekterweise „Carlos Primero“), kann die eigentlich der Information dienende Auszeichung aber auch zum spektakulären Chaos führen.

Das XO im Namen steht für Extra Old, eine der Qualitätsstufen neben VS und VSOP, die man für Weinbrände festgelegt hat. Ist für die Qualitätsstufe VS (Very Special) ein Mindestalter der beteiligten Weinbrände von 2 Jahren vorgeschrieben und für  VSOP (Very Special Old Pale) ein Mindestalter von 4 Jahren, so liegt das Mindestalter für die jüngste der beteiligten Blendkomponenten bei XO  bei 6 Jahren.

Die XO-Kennzeichnung findet man aber nur auf dem Karton, nicht auf der Flasche selbst; auf dem Etikett der Flasche ist nur eine andere Altersangabe vorhanden, nämlich versteckt in der Bezeichnung Solera Gran Reserva. Dies bedeutet, dass dieser Brandy in einem Solera-Verfahren hergestellt wird, bei dem das Durchschnittsalter der Abfüllung mindestens 10 Jahre beträgt (das Solera-Verfahren erläutere ich kurz bei meiner Whiskey-Solera-Flasche).

Um das Kennzeichnungsdickicht vollständig undurchschaubar zu machen, wird dieser spanische Brandy aus dem Hause Osborne zu guter letzt auch noch in vielen Shops mit der Altersangabe „12 Jahre“ versehen verkauft. Wie alt ist er nun?

Das Verwirrspiel ruht daher, dass hier Mindestaltersangaben für Blendteile, wie das XO, in Konflikt mit Durchschnittsaltersangaben für die Gesamtabfüllung, wie dem Solera Gran Reserva, stehen. Ich kombiniere daher nun aus den ganzen Angaben, dass wir beim Carlos I eine durchschnittlich 10 Jahre alte Solera-Abfüllung vor uns haben, bei der der jüngste Anteil 6 Jahre alt ist (ob das mathematisch möglich ist, müsste nachzurechnen sein; allein mir fehlt die Ausdauer für diesen Versuch). Den Verweis auf „12 Jahre“ halte ich für einen einfachen Fehler, resultierend aus all diesen unscharfen Qualitätskennzeichnungen – eine absolute Altersangabe ist bei Solera-Verfahren eh nicht möglich. Ich lasse mich gern bezüglich dieser Mutmaßungen eines besseren belehren, wenn jemand klarere Informationen hat.

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Farbe ist, wie man schon auf dem Foto erkennen kann, ein tiefes, kräftiges Braun, in der Flasche fast blickdicht, im Glas mit schönen rostroten Reflexen, entstanden leider zumindest zum Teil aus Zuckerkulör, wie bei inzwischen fast allen braunen Spirituosen.

Frisch nach dem Eingießen ins Glas riecht es erstmal stark schwefelig und scharf nach Alkohol. Ich lasse den Brandy erstmal etwas atmen und schnuppere dann erneut. Auch nach einigen Minuten ist die scharfe Fahne, die meine Nasenschleimhaut angreift und mich kaum nach Aromen suchen lassen kann, noch da. Etwas dunkles Obst, süßliche Töne und Schokolade kann ich erahnen.

Scharf und brennend ist der Carlos I entsprechend auch im Mund. Minimale Frucht und ein Hauch Schokolade sind in einer etwas undefinierten Süße gefangen, doch der Haupteindruck ist einfach nur: Scharf. Zumindest ein recht voller Körper rettet den Brandy – dicht ist er, ohne Frage, aber durch Schwefel und Feuer werden leider alle anderen, vielleicht in diesem schönen Körper vorhandenen Aromen überdeckt.

Auch im Abgang spürt man nun, wie es heiß den Rachen hinunterläuft. Dieser seltsame Schwefelgeschmack verbleibt am Gaumen, zusammen mit einem recht unangenehmen Gefühl der betäubten Geschmacksknospen auf Zunge und Backen.

Ich bin sehr überrascht, dass ein so alter Geist noch so kratzbürstig daherkommen kann. Ich kenne andere Brandys, die viel genehmer sind, und sich nicht wie die Axt im Walde in meinem Mund aufführen, auch ohne sich mit Altersangaben zu überschlagen. Nach der Verkostung halte ich diesen Brandy, der viel verspricht, aber nur wenig abliefert, und das dann auch noch in einer frech-patzigen Weise, für ein arrogantes Produkt.

Zum Purtrinken muss man schon etwas Leidensfähigkeit mitbringen. Für mich ist er allerdings eben durch die Eigenschaften, die ihn allein so burschikos machen, ein perfekter, starker Spieler in einem Team. Der Cocktail The Enchantress zeigt, dass, wenn er durch Portwein eingebremst wird, der Carlos I durchaus seine Qualitäten hat und durch den angesprochenen voluptuösen Körper bei der Magie der Zauberin mithelfen kann.

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The Enchantress
2 oz Carlos I Solera Gran Reserva XO Brandy de Jerez
2 oz Tawny Port
½ oz Limettensaft
2 Teelöffel Orange Curaçao (z.B. Le Favori)


Immer wieder bekommt man Spirituosen wie diese in Geschenksets, die ein kleines Zusatzpräsent aufweisen. Ich habe beim Großmarkt Metro zugeschlagen, als diese Flasche mit einem wirklich schönen und hochqualitativen Schott-Zwiesel-Tumbler für 16€ zu ergattern war.

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Ich bin gespannt auf 2016, wenn sich die Bedingungen für die Verwendung der Qualitätsbezeichnung XO ändert: Dann muss der jüngste Bestandteil der Mischung 10 statt 6 Jahre alt sein. Eventuell hat sich dann das Verwirrspiel ums Alter erledigt, denn ich bezweifle, dass der Hersteller das mit dieser Solera hinbekommen wird.

Clément Créole Shrubb Titel

Orangiger als Orange – Clément Créole Shrubb

Jeder, der sich mit Cocktails auseinandersetzt, kennt Triple Sec, eine Basiszutat in vielen klassischen Mischrezepturen. Der Name, wörtlich übersetzt in etwa „dreifach trocken“, täuscht über den Geschmack und die Funktion dieses Bitterorangenlikörs hinweg – man stellt sich rein dem Namen nach natürlich erstmal etwas sehr trocken-bitteres vor. Spirituosenhistoriker David Wondrich beschreibt in Imbibe!, dass Curaçao, der Oberbegriff für alle diese Arten von Bitterorangenlikören, in frühen Cocktailzeiten aber eigentlich als Kantenabschmirgler diente: „a little curaçao to take the edge off“ wurde schon von Jerry Thomas gern genutzt. Der Likör fungierte also nicht als Aromenlieferant, sondern letztlich als Süßstoff mit leichtem Fruchtgeschmack als Nebeneffekt. Später wurde Curaçao dann oft von Maraschino-Likör verdrängt – man sieht, es ging wirklich nicht um das Fruchtaroma, wenn man Orange so leicht durch Kirsche ersetzen kann.

Für den Feld-Wald-und-Wiesencocktail ist die simple Basisversion des Triple Sec oder Curaçao, beispielsweise Le Favori oder Chadess, ausreichend. Etwas feiner als die einfachste Form des Orangenlikörs wäre Cointreau oder Grand Marnier Cordon Jaune, darüber vielleicht noch Grand Marnier Cordon Rouge, der mit Cognac verfeinert wird. Die absolute Krönung des Orangenlikörs ist aber meiner Meinung nach der Clément Créole Shrubb.

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Das besondere dieses Orangenlikörs des Herstellers Clément von den französischen Antillen: er basiert auf rhum agricole. Durch den im Gegensatz zu vielen anderen Rums aus frischem Zuckerrohrsaft gewonnenen Rum der Insel Martinique wirkt dieser Likör sehr frisch und fruchtig, nicht so klebrig süß und dumpf wie viele andere Triple Secs, die wirklich auch heute nur noch, wie zu Jerry Thomas‘ Zeiten, als Süßungskomponente in Cocktailrezepten dienen, deren Orangenaroma aber gegen andere Zutaten  untergeht.

Das kann mit dem Créole Shrubb nicht passieren, im Gegenteil. Die etwas blasse Farbe täuscht über seine Power hinweg: Er ist so aromatisch und stark, so selbstbewusst und fruchtig, dass er den Orangengeschmack selbst gegen die allerwuchtigsten Gegenspieler durchdrücken kann. Man sollte daher vorsichtig beim Einsatz sein, denn nicht immer ist das auch gewünscht – eventuell reicht die halbe Menge, wenn Curaçao gefragt ist, und man stattdessen diesen Orangenrum verwenden will.

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Fantastisch wirkt dieser Likörrum, den man selbstverständlich auch pur mit einem Eiswürfel nach einem üppigen Essen genießen kann, in einem ganz einfach herzustellenden Créold‘ Fashioned. Kaum zu glauben, aber es braucht wirklich einen kräftigen Bourbon, und die dreifache Menge dazu, damit er gegen den wuchtigen Créole Shrubb eine Chance hat. Ich hatte diesen Cocktail mit einem Bulleit Bourbon versucht; man schmeckt diesen zarten Bourbon praktisch nicht mehr heraus aus der Melange. Der Evan Williams Bottled-in-Bond 100 proof dagegen kann sich gut durchsetzen.

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Créold‘ Fashioned
3 oz Bourbon (z.B. Evan Williams Bottled-in-Bond 100 proof)
1 oz Clément Créole Shrubb
2 Spritzer Bitter (z.B. The Bitter Truth Peach Bitters)


Halten Sie das Glas mit dieser Mischung und ein paar Eiswürfeln gegen das Sonnenlicht und genießen Sie die herrlichen Fäden, die sich in der Flüssigkeit bewegen – in dieser Form habe ich das bisher nur bei diesem Orangenlikör gesehen. Ich rauche zu diesem sehr süßen, sehr fruchtigen Drink eine De Olifant Fantje: Das Sumatra-Deckblatt bietet einen würzigen Gegenklang gegen die natürliche Süße des Bourbon und der Orange.

Weil dieser Likör sehr zuckerhaltig ist, und der Plastik-Drehverschluss etwas billig gemacht ist, verklebt und verkrustet er schnell und ist dann nur noch schwer aufzukriegen. Letztlich wird aber ein dermaßen aromatischer Orangenlikör eh nicht lang halten – der ist ruckzuck weggetrunken, versprochen.

Eine alte, aber ehrliche Haut – Zuidam Zeer Oude Genever

Der Ginhype nimmt nicht ab und zeigt sich damit langlebiger, als ich es vermutet hätte, und er zieht seine Kraft aus untypischen Spirituosenkunden. Neulich erst sah ich zwei junge Damen in einer Cocktailbar sitzen und sich Gin & Tonic bestellen. Das Angebot an Gins ist inzwischen völlig unüberschaubar, und die Bars sind bereit, immer noch eine weitere Sorte mit ins Angebot aufzunehmen.

Besonders spannend dabei ist, dass sich die Beliebtheit des Gins aktuell dabei aber fast ausschließlich auf den Gintyp des London Dry Gin konzentriert, der den Begriff des Gin für heutige Geschmäcker definiert. Old Tom Gin oder Plymouth Gin sind nur winzige Randerscheinungen, und der Urtyp dieser aromatisierten Spirituose, der Genever, ist dann nur noch den absoluten Spezialisten ein Begriff, und sogar dort besteht manchmal Erklärungsbedarf: Selbst Ted Haigh nennt ihn in seinem Buch eine „uncommon ingredient“.

Dabei war es einst anders: Alte Cocktailbücher von vor 1900, wie das von Jerry Thomas, meinen tatsächlich in der Regel Genever, wenn sie Gin in den Rezepten verwenden; hin und wieder unter der alternativen Schreibweise Jenever oder dem Begriff Holland(s) Gin, der schon die Herkunft dieser Spirituose andeutet – Genever wurde wohl schon im 17. Jahrhundert in Holland destilliert. Um so mehr freute ich mich voller Interesse auf die erste Öffnung der relativ günstig erstandenen Halbliterflasche des Zuidam Zeer Oude Genever.

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Die helle, pastellgoldene Farbe zeugt schonmal vom Unterschied zum Standardgin, der in 99% der Fälle klar daherkommt – der Namensbestandteil zeer oude, holländisch für „sehr alt“, deutet auf erstens darauf hin, dass mehr Malz als beim jonge (jungen) Genever enthalten ist, und dass er eventuell noch gereift ist. Auf dem holländischen Etikett dieses speziellen Produkts finde ich, im Gegensatz zu anderen Genevers dieses Herstellers, keinen echten Hinweis auf Alterungsmethoden – „ambachtelijk gestookt“ bedeutet wohl nur „traditionell gebrannt“, wenn mich Google Translate nicht in die Irre führt.

Ich entdecke einen Geruch nach Lakritz, Fenchel und Malz – für mich erstmal nicht sehr attraktiv für eine Spirituose. Sehr süß und malzig ist dieser Genever im Mund, Kandiszucker, Karamell, dann auch die gerochene Lakritze und Süßholz, etwas Menthol, im Abgang eine nicht zu vernachlässigende Alkoholnote: Sehr wärmend, aber geschmacklich sehr kurz und dünn. Für mich geht das schon mehr in Richtung Kornbrand, oder einem dünnen Whisky, auf jeden Fall völlig anders als London Dry Gin.

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Verpackt ist der Genever von Zuidam in einer hübsch gestaltete Flasche mit dem textlastigen Etikett im Urkundenstil, und einem Bändchen um den Hals, das mit Plastiksiegel befestigt ist.

Ein guter Signaturcocktail für Genever ist einer, den schon Ernest Hemingway gern trank: Der Death in the Gulf Stream. Serviert in einem geeisten Glas ergänzen sich die Malzigkeit des Genever mit der frischen Spritzigkeit der Limette wunderbar zu einem herrlichen Sommercocktail, den man an einem heißen Tag langsam vor sich hin schlürfen kann.

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Death in the Gulf Stream
3 oz Zuidam Zeer Oude Genever
1 Teelöffel Zuckersirup
2 Spritzer Angostura
1 Teelöffel Limettensaft
Die Schale einer unbehandelten Limette


Nun, ich bin, wie schön öfters gesagt, kein Gin-Fan, und ich nun, nach der ersten Flasche Genever, auch kein wirklicher Genever-Fan. Man sollte sich aber nicht, nur weil einem eine bestimmte Sorte Genever nicht geschmeckt hat, gleich von der ganzen Gruppe von Spirituosen abwenden. Andere Marken, andere Reifungsgrade gilt es zumindest ansatzweise anzutesten, bevor man sich ein endgültiges Urteil bilden darf. Ein Jonge oder Oude Genever beispielsweise, oder ein 5 Jahre gereifter; eventuell ein Single Barrel Genever.

Völlig unabhängig von meinem persönlichen Geschmacksempfinden: Es wäre schön, wenn diese Randspirituosen auch etwas von dem Gincraze profitieren und sich aus der Vergessenheit befreien könnten. Ein echter Ginfreund wird daher auch mal über den Rand des London-Dry-Gin-Tellers schauen!

So schlecht lebt sichs im Kloster scheinbar nicht – D.O.M. Bénédictine

Der kirchliche Orden der Benediktiner ist eine schweigsame Gesellschaft. Als ehemaliger Messdiener in einer Benediktinerabtei, der weltbekannten Abtei Neresheim, kann ich davon ein Lied singen: Einmal zu Weihnachten wurden die Ministranten zum gemeinsamen Festmahl mit den Mönchen, die sonst in weltabgeschiedener Klausur verbringen, eingeladen. Das Festmahl entpuppt sich dann schnell als einfaches, stilles, nur von einer Lesung begleitetes Essen, bei dem die Einkehr im Vordergrund steht, völlig ohne Tebartz-van-Eltz-Protzgehabe. Selbst ohne Essenseinladung der Mönche ist das architektural spektakuläre Kloster (und natürlich auch das angelagerte Städtchen!) auf jeden Fall einen Besuch wert.

Zu meinem Leidwesen gehören die Neresheimer Mönche nicht zu denen, die den Likör herstellen, der den Namen des Ordensgründers trägt: D.O.M. Bénédictine wird in einem Benediktinerkloster in Frankreich hergestellt. Gemeinsam mit den Benediktinern in Neresheim haben diese aber die Schweigsamkeit: Das Rezept für diesen Kräuterlikör wird streng geheim gehalten.

benedictine-flascheEtwas Lakritz rieche ich, und eine herbale Note, erinnernd an Underberg-Magenbitter und italienischen Amaro. Die fast klare Flüssigkeit, etwas viskos, liegt sehr süß auf der Zunge, hat aber auch eine gewisse Schärfe, die aber schnell durch Zucker abgebaut wird – wer kennt die roten, halbtransparenten Zuckerhasen, die es zu Ostern gibt? An diese besten Freunde von Karius & Baktus erinnert der Nachgeschmack von Bénédictine.

Im Gegensatz zum ähnlich ruhmvollen und auch als Mönchskloster-Elixir vermarkteten Chartreuse ist der Bénédictine sehr viel süßer und weniger herbal. Während Chartreuse, zumindest die grüne Variante, kaum zum Purtrinken geeignet ist, außer für die ganz harten Mönche, könnte ich mir den Bénédictine auch als leichten Digestif auf einem Eiswürfel vorstellen.

Doch für mich ist es praktisch exklusiv eine sehr dezente, sehr süße, trotzdem aber eine starke Kräuternote mitbringende Cocktailzutat, die in überraschend vielen Cocktails zum Einsatz kommt – meist in vergleichsweise fast homöopathischen Dosen (also reicht die Flasche entsprechend lang). Ein Gegenbeispiel mit einer ordentlichen Menge ist der frisch-trocken-hochgeistige The Royalist.theroyalist-cocktail


The Royalist
1½ oz Weißer Wermut (z.B. Martini Extra Dry)
¾ oz Bénédictine
¾ oz Bourbon (bevorzugt einen milden, z.B. Four Roses)
1 Spritzer Peach Bitters


Für den Endgenießer empfehle ich dazu einen De Olifant Brazil Giant-Cigarillo.

Eine sehr schöne, absichtlich altmodische Flasche, mit Siegellack-Emblem, und leider nur einem Plastikschraubverschluss, macht was her im Regal. Und auch den Großeltern, die zu Besuch kommen, oder dem Gast, der nach dem üppigen Essen Pansgrimassen hat, kann man den D.O.M. Bénédictine freundlich lächelnd eingießen. Ich bin mir sicher, dass auch die Neresheimer Benediktinermönche, die ich trotz ihrer Stille als äußerst freundliche, warmherzige und bodenständige Menschen kennengelernt habe, einem kleinen Gläschen davon, wenn es einen Anlass gibt, nicht abgeneigt wären.